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"Haie sind keine Killerbestien"

Ein Boot mit drei Insassen.

Haiforscher Tom Vierus

"Haie sind keine Killerbestien"

Tom Vierus studiert am Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen. Sein Forschungsschwerpunkt: Haie. Auf einer Fidschi-Insel hat er ihre "Kinderstube" erforscht und mit den Fotos von seiner Arbeit dort den deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie gewonnen.

Haiforscher Tom Vierus im Gespräch

FHE Cosmo | 11.09.2016 | 05:32 Min.

Haie sind unglaublich interessante und elegante Tiere, sagt Tom Vierus. In den Medien kommen sie fast immer schlecht weg: Sie werden oft als menschenfressende Bestien dargestellt. Haie sind aber längst nicht so gefährlich, wie wir denken, weiß der Student: Im Jahr würden nur zwischen sechs bis zehn Menschen durch Haiattacken sterben. Häufigere Todesursache seien zum Beispiel herabfallende Kokosnüsse und Pferdetritte.

Der Teil eines Boots und der Blick auf einen Fluss.

Trotzdem rät er dringend davon ab, die Tiere zu streicheln oder ähnliches, denn Kuscheltiere sind sie nicht! Haie sind Raubfische und man sollte sie mit dem nötigen Respekt behandeln. Wenn man sich in der Nähe von einem Hai befindet, sollte man gewisse Regeln beachten: Ruhig bleiben und denn Hai nicht aus den Augen lassen, denn wenn Haie angreifen, dann fast immer von hinten.  

Ein Boot mit vielen Gerätschaften.

Die Idee Haie zu fotografieren, hatte der Student im Jahr 2012. Während einer Exkursion auf den Florida Keys sah er beim Schnorcheln zum ersten Mal einen Hai. Das war total aufregend und spannend, erzählt Tom: "Dann habe ich angefangen mich mit den Tieren zu beschäftigen.“

Tom Vierus ist Haiforscher und Fotograf. Er sieht sich als Bindeglied zwischen der Wissenschaft und der "normalen Bevölkerung": "Wir haben unfassbar viel Wissen, das Problem ist nur, dass es immer schwer transportiert wird an den Otto Normalverbraucher". Dabei möchte er helfen: zum Beispiel mit den Fotos von seiner Arbeit.

Stand: 12.09.2016, 14:00