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Melting Pot von Kulturen und Küchen

Philadephia - Wandgemälde der Obamas

Cities - Philadelphia

Melting Pot von Kulturen und Küchen

Von Sabine Loeprick

Philadelphia ist die sechstgrößte Stadt der USA. Sie ist bekannt als Kulisse für die "Rocky"-Filme, gutes Essen, HipHop und gilt als 'inoffzielle Hauptstadt der Wandgemälde'.

Murals - Tradition der Wandgemälde

Sie nennt sich auch gern selbst die "inoffzielle Hauptstadt der Wandgemälde" - Philadelphia, die sechstgrößte Stadt der USA im Nordosten des Landes. Viele verbinden mit Philly vor allem eines: die "Rocky"-Filme. Und dabei natürlich die Szene, in der der Boxer die Stufen des Art Museums hinaufsprintet. Klar, dass es immer noch viele wie Rocky Balboa machen und die sogenannten "Rocky Steps" hochjoggen. Es sei denn, es ist zu heiß, dann reicht vielleicht doch lieber nur ein Selfie mit der Statue des Boxers gleich unten neben der Treppe.

Doch Philadelphia hat weit mehr zu bieten als die Drehorte der "Rocky"-Filme und des Nachfolgerboxerfilms "Creed". Nachdem vor gut 30 Jahren ein "Murals-Programm" aus dem Boden gestampft wurde, um die heruntergekommenen Ecken der Stadt aufzuhübschen, gibt es mittlerweile fast 4.000 dieser farbgewaltigen Wandgemälde in allen Stadtteilen. Manche der teils abstrakten teils sehr naturalistischen Bilder sind nur ein paar Quadratmeter groß, andere Bilder bedecken ganze Fassaden oder die Seitenwände mehrstöckiger Häuser.

Kunst, die verbindet

Das Besondere: Das umliegende Viertel wird immer beim Entwurf und der Umsetzung des Kunstwerks einbezogen. Manchmal sind das auch bestimmte Gruppen: von Drogenabhängigen über Häftlinge bis hin zu Obdachlosen. Viele der Murals zeigen Künstler, die mit Philly eng verbunden sind – zum Beispiel die legendären "Roots". Sie haben ihre Anfänge hier nicht vergessen und veranstalten jährlich das "Roots Picnic" am Penn's Landing mit handverlesenen Acts.

Phillys Foodszene

Philadelphias Foodszene ist genauso bunt wie die in New York oder Chicago – mit starken Einflüssen zum Beispiel von irischen, deutschen aber auch chinesischen Zuwanderern. Aber vor allem die italienischen Einwanderer haben die Küche geprägt und traditionelle Rezepte mit teilweise etwas anderen Zutaten neu interpretiert. Dabei herausgekommen sind beispielsweise das berühmte "Philly Cheesesteak"oder "Hoagies". Die gibt es an Foodtrucks, auf Märkten und in vielen kleinen "Eateries" in verschiedensten Variationen. Berühmt in der Stadt ist auch die Pizza, der sogar im Viertel Fishtown ein eigenes kleines Museum gewidmet ist.

Martin Luther King zwischen anderen Bürgerrechtlern vor Mikrofonen.

Martin Luther King kämpfte ausschließlich mit friedlichen Mitteln für die Bürgerrechte. Sein Vorbild war der Inder Mahatma Gandhi.

African American History

Ein weiteres Museum der ganz anderen Art befindet sich zwei Zugstunden von Philadelphia entfernt in Washington D.C.: das National Museum of African American History. Im Herbst vergangenen Jahres eröffnet ist es ein absoluter Besuchermagnet. Tickets sollte man hier vorher online reservieren. Der Besuch lohnt sich. Die afroamerikanische Geschichte wird hier interaktiv vom Sklavenhandel bis zur Gegenwart illustriert. Eine tolle Ergänzung dazu ist der Besuch des Luther-King-Memorials und der Stelle, an der der Bürgerrechtler 1963 seine "I Have A Dream"-Rede vor Hunderttausenden gehalten hat.

Cities: Philadelphia - Melting Pot von Kulturen und Küchen

COSMO | 11.07.2017 | 10:57 Min.

Stand: 11.07.2017, 10:00