Julia Zange - Realitätsgewitter

Julia Zange im Porträt

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Julia Zange - Realitätsgewitter

Ganz viele Freunde auf Facebook, aber trotzdem ist niemand da, mit dem man reden kann. Marla, Anfang 20, fühlt sich in Berlin ganz schön alleine, obwohl da mehr Menschen leben als in jeder anderen deutschen Stadt. Wenn ihr Handy lange kein Geräusch mehr gemacht hat und dann endlich wieder vibriert, ist Marla froh.

Das Handy ist immer dabei. Wenn’s vibriert, nennt Marla das "Körperkontakt". Julia Zange beschreibt in ihrem Buch aber nicht nur, wie verlassen sich Marla oft fühlt in der Hauptstadt, es geht auch um das schwierige Verhältnis von Marla zu ihrer Mutter. Die ist nicht begeistert, als Marla ihr Studium in Berlin schon nach wenigen Wochen abbricht, sich im Partystrudel treiben lässt und dann anfängt für ein Modemagazin zu schreiben. Marla muss sich selber Halt suchen, sich selbst finden, und hofft auf Sylt Antworten auf ihre Lebensfragen zu bekommen. Irgendwie "lost" aber keine Loserin, weil sie das alles so klar analysiert, was sie stolpern lässt. Die Frau steht auf und geht weiter.

Julia Zange, 30, gilt als die Autorin, die die sogenannte "Popliteratur" ins nächste Jahrzehnt rüber trägt. Ihre Momentaufnahmen erscheinen vergänglich und flüchtig, sind aber genau auf den Punkt geschrieben. Zange spricht die Gefühle aus, die viele andere Menschen auch haben, jetzt im Moment. Später wird man sagen: So war das 2016/17!

Das Buch in einem Satz
Marla hat reichlich Freunde im Netz, aber von denen trifft sie nur wenige und selten im echten Leben.

Warum anders
Nicht so wie auf Facebook - so, wie es wirklich ist! Real!

Für Fans von
Für Leute, die mal wieder was anderes als Posts und Messages lesen wollen.

Stand: 11.06.2017, 18:00