Tausende tanzen, einige tanzen an Weiberfastnacht in OWL an

Zwei Polizisten begleiten den Karnevalsumzug in Stukenbrock

Tausende tanzen, einige tanzen an Weiberfastnacht in OWL an

Traditionell fand an Weiberfastnacht auch in Ostwestfalen wieder der Straßenkarneval statt. Die Polizei hatte ihre Präsenz am Donnerstag (04.02.2016) verstärkt, konnte aber nicht verhindern, dass es zu Übergriffen auf Frauen kam. In Stukenbrock wurde nach einer Vergewaltigung ein Asylbewerber in U-Haft genommen.

Närrisches Treiben in den Kreisen Gütersloh, Höxter und Paderborn. Tausende Frauen hatten symbolisch die Macht in den Rathäusern übernommen, aber im Straßenkarneval wurden einige doch zu Opfern von Grapschern und Dieben. Am schlimmsten war es für eine 24 Jahre alte Frau in Schloß Holte-Stukenbrock: Sie wurde vergewaltigt. Als mutmaßlichen Täter nahm die Polizei einen Mann aus Nigeria fest. Der Haftrichter hat auf Antrag der Bielefelder Staatsanwaltschaft gegen den Mann am Freitag (05.02.2016) einen Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Die junge Frau hatte die Vergewaltigung noch am Abend gegen halb neun Uhr bei den Polizeibeamten vor Ort angezeigt. Im Verlauf der umgehend eingeleiteten Fahndung nahmen Polizisten knapp zwei Stunden später einen 29 Jahre alten Mann fest, der sich seitdem in Haft befindet. Der afrikanische Asylbewerber räumte laut Polizei wohl ein, dass es zum Sex gekommen sei, sagte aber, dass dieser einvernehmlich gewesen sei.

Sexualdelikte und Antanzen

Außerdem gab es weitere Sexualdelikte, bei denen Männer nach Frauen gegrapscht hatten. So wurde ein 25-jähriger Zuwanderer aus Syrien von zwei Frauen (42/45) angezeigt, der sie "auf sexueller Grundlage beleidigt und am Gesäß berührt" haben soll. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Eine Frau aus dem Kreis Paderborn erstattete bei der Polizei in Hövelhof eine Strafanzeige, nachdem sie von zwei Männern, die mit "Schweinenasen" maskiert waren, unsittlich berührt wurde.

Auch in Rietberg wurden Sexualdelikte angezeigt. Zwei 16 und 17 Jahre alte Mädchen erstatteten Anzeige gegen einen 24-jährigen Flüchtling aus Algerien, der sie am Gesäß berührt haben soll. Eine 21-jährige Frau wurde unsittlich angefasst, als sie gegen 23 Uhr von fünf Männern umzingelt und festgehalten wurde. Die Antanzdiebe rissen ihr die Armbanduhr vom Handgelenk und flüchteten vom Tatort. Nach Angaben der Frau handelt es sich bei den Tätern um drei Schwarzafrikaner sowie zwei Männer, die mit einem Fuchskostüm verkleidet waren.

Ein Fall für den Staatsschutz

In Schloß Holte-Stukenbrock mussten Polizeibeamte gegen eine Gruppe von drei Tatverdächtigen wegen eines Staatsschutzdeliktes einschreiten. Die 26 und 28 Jahre alten Männer aus Bielefeld und Augustdorf sowie ein 26-jähriger russischer Staatsangehöriger aus Augustdorf zeigten auf einer Straße verfassungsfeindliche Symbole und riefen ebensolche Parolen.

Stand: 05.02.2016, 15:23

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