In Coesfeld ist schon Ende Januar Schluss

An einem roten Backsteinhaus sind die weißen Rollläden zum Teil heruntergelassen. Ein silbernes Schild vor dem Gebäude verweist auf die Bezirksregierung Münster.

Land baut Plätze in Notunterkünften ab

In Coesfeld ist schon Ende Januar Schluss

Das Land will die Zahl der Notunterkünfte für Flüchtlinge deutlich reduzieren. Wie aus einem Papier des NRW-Innenministeriums hervorgeht, sollen von gegenwärtig 78.000 Plätzen bis Ende März 10.000 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen wegfallen.

Allein im Regierungsbezirk Münster sollen 1500 Plätze gestrichen werden. Grund dafür sind nach Angaben des Innenministeriums, dass sich die Abläufe bei der Registrierung und Unterbringung der Flüchtlinge inzwischen eingespielt hätten. Außerdem habe der Flüchtlingszustrom im Winter auch etwas abgenommen.

Notunterkunft in Coesfeld wird schon Ende Januar geschlossen

Vor einem großen weißen Gebäude mit Flachdach stehen neben einigen Autos auch ein rot-weiß gestreifter PKX mit Blaulicht und ein Anhänger mit der Aufschrift "Krombacher". Links führt eine provisorische Treppe aus Metall nach oben.

In Nottuln nutzt das Land die ehemalige Hauptschule

Im Münsterland soll zum Beispiel die Notunterkunft in Coesfeld im ehemaligen Amt für Arbeitsschutz Ende des Monats geschlossen werden. Hier ist momentan Platz für 115 Asylbewerber. In Nottuln wird das Land wahrscheinlich auch die Notunterkunft in der ehemaligen Hauptschule mit bis zu 250 Plätzen aufgeben.

In Nottuln übernimmt die Kommune

Eine Frau mit kurzen roten Haaren lächelt in die Kamera. Im Hintergrund sitzen drei Frauen mit Migrationshintergrund.

Nottulns Bürgermeisterin Manuela Mahnke besucht die Einrichtung

Allerdings hat die Nottulner Bürgermeisterin Manuela Mahnke für diesen Fall bereits angekündigt, dass hier die Kommune einspringt: Die Flüchtlingsunterkunft werde weiter betrieben – auf eigene Kosten. Denn in Nottuln sei die Zahl der zugewiesenen Flüchtlingen nach wie vor sehr hoch.

Stand: 13.01.2016, 20:00

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