Solarworld macht erst mal weiter

Der Solarworld Schriftzug am Gebäude in Bonn

Solarworld macht erst mal weiter

Nach Angaben des Insovenzverwalters vom Dienstag (16.05.2017) wird an allen Standorten vorerst weiter produziert.

Solarworld produziert nach den Insolvenzanträgen der vergangenen Woche mit einem Großteil seiner Kapazität vorerst weiter. Das gelte für das Werk in Arnstadt (Thüringen) und für den größten Teil des Werkes in Freiberg (Sachsen), sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Horst Piepenburg am Dienstag. Auch in der Zentrale von Deutschlands größtem Solarhersteller in Bonn werde gearbeitet.

Piepenburg sei im Moment dabei, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Dazu sei er am Montag (15.05.2017) zu Gesprächen mit Betriebsrat und Management in Arnstadt gewesen, am Dienstag in Freiberg, sagte der Sprecher. Die Stimmung bei den Gesprächen sei "gefasst". Der 63-Jährige Anwalt Piepenburg gilt als erfahrener Sanierer. So schaffte er es 2002 beim insolventen Oberhausener Babcock-Konzern, die Mehrzahl der rund 21.000 Jobs zu retten.

Solarworld hatte vergangene Woche Insolvenz für die Konzernmutter und die deutschen Töchter angemeldet. Der Photovoltaik-Konzern macht für sein Scheitern vor allem Dumping-Angebote aus China verantwortlich.

Stand: 16.05.2017, 14:45