Klage gegen Schließung des Bochumer Opel-Werks abgewiesen

Archivfoto: Rainer Einenkel telefonierend vor dem Bochumer Opel-Werk (10.09.2009)

Klage gegen Schließung des Bochumer Opel-Werks abgewiesen

  • Ex-Betriebsratschef: Keine korrekte Information
  • Landgericht Darmstadt weist Klage ab
  • Schließungsbeschluss laut Gericht rechtmäßig

Eine Klage gegen die Schließung des Bochumer Opel-Werks vor etwas mehr als zwei Jahren ist am Freitag (17.02.2017) vom Landgericht Darmstadt abgewiesen worden. Der Beschluss des Opel-Aufsichtsrats aus dem April 2013 sei rechtmäßig zustande gekommen, hieß es in der Begründung.

Geklagt hatte der langjährige Betriebsrat Rainer Einenkel. Er hält die Schließung für nicht rechtens. Der Aufsichtsrat - so argumentiert er - sei vor der Schließung des Werkes nicht korrekt informiert worden. Auch Arbeitnehmer und Gewerkschaft seien bei der Entscheidung übergangen worden, so Einenkel. Was mit Opel Bochum geschah, könne morgen jedem anderen Werk widerfahren.

Werkshallen bereits abgerissen

Am 5. Dezember 2014 wurde in Bochum der letzte Wagen gefertigt. Rund 3.000 Opel-Beschäftigte waren dort beschäftigt. Viele hatten danach Probleme, eine neue Stelle zu finden. Die Werkshallen sind bereits abgerissen worden, dennoch hielt der ehemalige Betriebsratschef an seiner Klage fest. Er hatte auf ein Grundsatzurteil gehofft, um Konzernen künftig Werksschließungen zu erschweren.

Stand: 17.02.2017, 13:46