Erneut Flugausfälle bei Air Berlin

Flugzeuge der Air Berlin stehen am Terminal des Düsseldorfer Flughafens

Erneut Flugausfälle bei Air Berlin

  • Auch am Donnerstag (14.09.2017) wieder Flüge gestrichen.
  • Mehr als 40 Flüge fielen am Mittwoch (13.09.2017) aus.
  • NRW-Flughäfen betroffen.
  • Grund: Zahlreiche Krankmeldungen.

Auch am Donnerstag (14.09.2017) fielen bei der insolventen Air Berlin wieder Flüge aus. Nach Angaben des Unternehmens wurden in Düsseldorf zwei Verbindungen gestrichen, in Berlin-Tegel vier und in Frankfurt eine. In Stuttgart musste die Airline zwei Flüge annullieren.

30 Flüge am Vortag gestrichen

Wegen der Krankmeldungen vieler Piloten waren am Mittwoch (13.09.2017) allein in Düsseldorf 30 Flüge gestrichen worden - 20 Air-Berlin- und zehn Eurowings-Flüge, wie ein Flughafensprecher sagte. Köln/Bonn war nach eigenen Angaben mit neun Eurowings-Flügen betroffen. Die Gesellschaft hatte bei Air Berlin Maschinen mit Besatzung angemietet. Bundesweit fielen Dienstag (12.09.2017) und Mittwoch (13.09.2017) rund 200 Flüge aus.

Air Berlin hatte am Mittwoch (13.09.2017) für den Donnerstag (14.09.2017) wieder einen normalen Flugbetrieb angekündigt. Die Zahl der Krankmeldungen flaue ab, hieß es in einem Offenen Brief des Vorstands an die Cockpit-Crews. "Die Piloten kommen zurück", sagte ein Sprecher.

Noch brauchen Reisende aber Geduld. Airline-Chef Thomas Winkelmann bezeichnete die Situation als "unerträglich". Die insolvente Fluggesellschaft bat ihre Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges unter www.airberlin.com/fluginfo zu prüfen.

Air Berlin: Am Mittwoch lagen 149 Krankmeldungen vor

Für die insolvente Airline sind die Krankmeldungen und die damit zusammenhängenden Flugausfälle existenzbedrohend. "Wir führen gerade die finalen Gespräche mit möglichen Investoren. Eine stabile Operation ist die zwingende Voraussetzung für ein Gelingen dieser Verhandlungen. Nur so können wir möglichst viele Arbeitsplätze sichern." Daher sei die Reaktion eines Teils der Belegschaft "ein Spiel mit dem Feuer", wie es Winkelmann formulierte.

Nach Aussage von Frank Kebekus, dem Generalbevollmächtigten des Unternehmens, gefährdeten die Ereignisse das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung massiv.

Stand: 14.09.2017, 10:44