Güterzug in Rheine zertrümmert Bein eines 17-Jährigen

Güterzug "fährt" mit fünf Kilometern Geschwindigkeit in Recklinghausen

Güterzug in Rheine zertrümmert Bein eines 17-Jährigen

  • Güterzug verletzt 17-Jährigen im Bahnhof Rheine
  • Bein des Jungendlichen mehrfach gebrochen
  • Polizei: "Leichtsinnig in Lebensgefahr gebracht"

Das war ein schwerer Unfall am Bahnhof in Rheine - und er hätte nach Einschätzung der Bahnpolizei auch tödlich enden können. Ein 17-jähriger und seine 14-jährige Begleiterin hatten sich in der Nacht zum Donnerstag (18.05.2017) an die Bahnsteigkante gesetzt, so dass ihre Beine über dem Gleisbett hingen - dann kam ein Güterzug.

Mädchen konnte noch rechtzeitig zurückweichen

Das Mädchen konnte beide Beine noch schnell wegziehen. Das gelang dem 17-Jährigen aus Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) nicht mehr: Sein linkes Bein wurde von dem Güterzug erfasst und mehrfach gebrochen, berichtete die Bahnpolizei Münster am Donnerstag. Eine Amputation drohe aber nicht mehr.

"Gefahr total unterschätzt"

Die Beiden hatten aus Sicht des Lokführers ganz vorne, im noch nicht beleuchteten Bereich des Bahnsteigs gesessen. Der Zug kam mit etwa Tempo 60 aus einer Kurve auf sie zugefahren. Die Bahnpolizei vermutet, dass die Beiden die Gefahr total unterschätzt haben, vielleicht seien sie mit ihren Gedanken auch ganz woanders gewesen. Sie hätten sich jedenfalls leichtsinnig in Lebensgefahr gebracht.

Stand: 18.05.2017, 13:31