Merkel bei Weltfriedenstreffen in Münster

Merkel bei Weltfriedenstreffen in Münster

  • Rund 5.000 Vertreter vieler Religionen in Münster und Osnabrück.
  • Bundeskanzlerin Merkel hielt Rede zur Eröffnung.
  • Persönlichkeiten aus Politik und Religion sprechen Grußworte.

Am Sonntag (10.09.2017) hat das dreitägige Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio in Münster begonnen. Insgesamt werden bei dem Treffen in Münster und Osnabrück mehrere tausend Teilnehmer unterschiedlicher Religionen und Nationalitäten erwartet. Papst Franziskus schickte ein Grußwort nach Münster: "Ihr Zusammensein ist schon eine Antwort des Friedens. Niemals gegeneinander, sondern miteinander."

Zur Eröffnung am Sonntag war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dabei. Sie sprach von einer gemeinsamen Verantwortung von Politik und Religion den Frieden in der Welt zu wahren und zu schaffen. "Religionen haben den Auftrag zum Frieden und deshalb kann es keine Rechtfertigung von Krieg und Gewalt im Namen einer Religion geben", so Merkel.

Münsters Bischof Felix Genn lobte ausdrücklich den Einsatz Merkels für die Aufnahme von Flüchtlingen im Jahr 2015.

Dialog aller Kulturen und Religionen

Besucher des Weltfriedenstreffens in Münster.

Veranstaltungseröffnung in der Halle Münsterland

Zuvor war die Veranstaltung durch Angelika Wagner, deutsche Vertreterin der Gemeinschaft Sant'Egidio, eröffnet worden. Neben der Bundeskanzlerin richteten auch Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments sowie der Präsident der Republik Niger, Mahamadou Issoufou, Grußworte an die Gäste. Vertreter internationaler Universitäten und großer Religionen sprachen sich gemeinschaftlich für einen Dialog aller Kulturen und Religionen aus. Alle lehnten Gewalt und Terrorismus ab.

Alle Religionen für den Frieden

Vier Männer werben mit einem großen Schild für das Weltfriedenstreffen

Weltfriedenstreffen zum dritten Mal in Deutschland

Münsters Bischof Felix Genn steht seit vielen Jahren mit der Gemeinschaft in Verbindung und hatte sich bereits im Vorfeld auf das Treffen gefreut. Er selbst habe bereits an Treffen von Sant'Egidio in Aachen und München teilgenommen. Buddhisten, Hindus, Muslime, Juden und Christen verschiedener Konfessionen und Kirchen versammeln sich bei diesen Veranstaltungen, um ein Zeichen des Friedens zu setzen.

Erstes Treffen war in Assisi

Das Weltfriedenstreffen findet zum dritten Mal in Deutschland statt. Zuvor waren Aachen und München Schauplätze früherer Treffen gewesen.

Papst Johannes Paul II. hatte 1986 erstmals Religionsführer aus aller Welt zu einem Treffen in Assisi zusammengerufen. Seither veranstaltet die Gemeinschaft jährlich internationale Folgetreffen an wechselnden Orten.

Die Menschen kommen zu Gebeten, Gottesdiensten und Diskussionen über gesellschaftliche und politische Themen zusammen. Die katholische Bewegung Sant'Egidio sendet am Ende dieser Treffen immer eine Botschaft in die Welt.

Religionsführer und Kanzlerin bei Weltfriedenstreffen in Münster

WDR 5 Diesseits von Eden Beiträge | 10.09.2017 | 05:01 Min.

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Stand: 11.09.2017, 20:00