Gericht lehnt Sonderbehandlung aufgrund von Essstörung ab

Mann steht am Kühlschrank und isst ein Sandwich

Gericht lehnt Sonderbehandlung aufgrund von Essstörung ab

Das Verwaltungsgericht Münster hat am Freitag (13.10.2017) im Falle eines Studenten entschieden, dass Essstörungen kein Grund dafür sind, keine langen Klausuren mehr schreiben zu müssen.

Das Verwaltungsgericht Münster hat am Freitag (13.10.2017) im Falle eines Studenten entschieden, dass Essstörungen kein Grund dafür sind, keine langen Klausuren mehr schreiben zu müssen. Ein Lehramtsstudent wollte erwirken, dass er aufgrund seiner Essstörung in Zukunft nur noch kurze mündliche Klausuren absolvieren dürfe.

Das Gericht lehnte dieses Ersuchen mit der Begründung ab, dass durch die geforderte Sonderbehandlung die Chancengleichheit außer Kraft gesetzt würde. Der Student leidet nach eigenen Angaben unter der sogenannten Binge-Eating-Störung. Die Essattacken dieser Störung machten es ihm unmöglich, zu festen Zeiten Klausuren zu schreiben.