Anklage gegen Lkw-Fahrer nach Unfall bei Altenberge

Ein umgekippter LKW mit Anhänger liegt auf der B 54 bei Altenberge, Feuerwehr und Polizei besprechen sich

Anklage gegen Lkw-Fahrer nach Unfall bei Altenberge

Nach dem schweren Unfall mit drei Toten im September 2016 bei Altenberge im Kreis Steinfurt hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage erhoben, und zwar gegen einen 24-jährigen Berufskraftfahrer.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Berufskraftfahrer zu lange am Steuer gesessen und seine Ruhezeiten nicht eingehalten, und zwar in erheblichem Maße, sagte ein Justizsprecher dem WDR am Mittwoch (22.02.2017). Übermüdung sei wohl die Ursache gewesen, warum der Lkw-Fahrer mit seinem Silozug von der Fahrbahn abkam und drei Menschen mit in den Tod riss.

Beschuldigter schweigt zu den Vorwürfen

Ein technisches Versagen des Fahrzeuges kann nach Einschätzung der Ermittler ausgeschlossen werden. Angeklagt wird der Fahrer jetzt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässige Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Der 24-Jährige selbst schweigt nach Angaben der Justiz bislang zu den Vorwürfen.

Justiz in Bielefeld übernahm die Ermittlungen

Wegen dieses Unfalls hatte zunächst die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt, dann aber die Akten an die Staatsanwaltschaft Bielefeld abgegeben. Sie begründete diesen Schritt damit, dass auch Mitarbeiter von Justizbehörden in Münster in den Unfall verwickelt waren. Man wolle von Anfang an dem Anschein entgegentreten, möglicherweise nicht unvoreingenommen zu ermitteln, hieß es seitens der münsterischen Staatsanwaltschaft.

Stand: 22.02.2017, 20:00