Gefährliche Keime auf Frühchenstation - Säugling gestorben

Symbolbild/Frühchen in Krankenhausstation

Gefährliche Keime auf Frühchenstation - Säugling gestorben

  • Gefährliche Keime in Evangelischem Krankenhaus in Lippstadt
  • Frühchen stirbt nach Infektion
  • In Abfluss eines Waschbeckens wurden Bakterien gefunden
  • Aufnahmestopp auf der Intensivstation für Neugeborene

Auf der Neugeborenenstation des Evangelischen Krankenhauses in Lippstadt ist ein Frühchen an einer Keiminfektion gestorben. Der drei Wochen alte Junge starb bereits am 2. Januar, wie am Dienstagabend (10.01.2017) bekannt wurde.

Vorsorglicher Aufnahmestopp

Nach dem Tod des Frühgeborenen wurde auf der Frühchenstation vorsorglich ein Aufnahmestopp erlassen. Notfallpatienten werden nach Auskunft der Klinik aber weiterhin behandelt.

Keime werden mit Antibiotika bekämpft

Das evangelische Krankenhaus in Lippstadt

Das evangelische Krankenhaus in Lippstadt

Nach Angaben der Klinik sind bei fünf weiteren Kindern sogenannte Antibiotika-sensible Keime gefunden worden. Dabei handelt es sich um Keime, die mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine Behandlung mit Antibiotika bekämpft werden können.

Zwei Frühchen konnten die Station zwischenzeitlich verlassen, die anderen drei gelten als klinisch stabil.

Bakterien in Abfluss gefunden

Am Mittwochmittag (11.01.2017) gab es eine erste Spur, was zu der Infektion geführt haben könnte: In einem Abfluss eines Waschbeckens wurden Bakterien des gefährlichen Stamms gefunden. Untersuchungen des Keims werden bis zu zwei Wochen dauern.

Vor zwei Jahren waren auf der Lippstädter Neugeborenenstation schon einmal gefährliche Keime aufgetreten. Ein Frühchen war damals gestorben.

Krankenhaus: Hygiene-Richtlinien werden "übertroffen"

Das Krankenhaus betont, dass in Lippstadt die Hygiene-Richtlinien nicht nur eingehalten, sondern seit Jahren sogar übertroffen würden. Trotzdem sei eine Keimausbreitung nie vollkommen zu vermeiden.

Stand: 11.01.2017, 13:08