Von der Spargelfolie zum Müllbeutel

Hände halten ein Stück schwarze Folie, im Hintergrund Plastikreste

Von der Spargelfolie zum Müllbeutel

  • Spargelfolie wird bis zu acht Jahre benutzt
  • Raesfelder Spargelbauer reinigt und schreddert Folie
  • Eine zweite Verwendung als Müllbeutel
Mann steht gebeugt zwischen Spargelfeldern und hebt eine weiße Folie an

Wilhelm Spielbrink aus Münster-Handorf schaut nach seinem Spargel

Im Münsterland wird wieder Spargel gestochen und auf den Feldern sieht man kilometerlange schwarze und weiße Folie - Plastik ohne Ende. So zum Beispiel bei Spargelbauer Wilhelm Spielbrink in Münster-Handorf.

Tunnel funktionieren wie Treibhaus

Für die meisten Spargelbauern sind Folie und Mini-Tunnel unverzichtbar. Diese Tunnel funktionieren wie ein Treibhaus. Nur mit Folie können sie möglichst früh ernten und die Erntemenge steuern.

Die Spargelbauern bemühen sich, die Plastikverschwendung in Grenzen zu halten. Die Folien werden nämlich bis zu acht Jahre wiederverwertet, bevor sie entsorgt werden.

Große Haufen von weißem und schwarzen Plastikschnipseln

Aus den Plastikschnipseln werden Müllbeutel

Entsorgt wird die Folie dann zum Beispiel auf dem Hof von Bernhard Böckenhoff in Raesfeld. Hier wird die Folie geschreddert und gereinigt. Das Problem bei jeder Spargelfolie ist nämlich der Sand. Der Spargelbauer reinigt die Folie maschinell, schreddert sie - und verkauft sie anschließend an die Hersteller von Müllbeuteln.

Stand: 12.04.2017, 07:54