Städte planen für Sicherheit auf Weihnachtsmärkten

Zwei Polizisten von hinten, daneben eine Tanne mit Lichterketten, im Hintergrund unscharf beleuchtete Buden

Städte planen für Sicherheit auf Weihnachtsmärkten

  • Vorsorge vor Terrorattacken
  • Zufahrten sollen blockiert werden
  • Mehr Polizeipräsenz geplant

Viele Städte in Nordrhein-Westfalen erstellen derzeit Sicherheitskonzepte zum Schutz ihrer Weihnachtsmärkte. Damit sollen Anschläge wie vor einem Jahr in Berlin verhindert werden. Auch die Stadt Hagen hat ein umfangreiches Konzept erstellt.

Was auf dem Hagener Weihnachtsmarkt zuerst auffallen dürfte, werden die großen Wassertanks sein. Sie werden an den Straßen rund um den Weihnachtsmarkt aufgestellt. Sie fassen jeweils rund 1.000 Liter Wasser uns sollen damit Angriffe durch Lastwagen abwehren. Um die weihnachtliche Stimmung nicht zu trüben, sehen die Tanks aus wie große Weihnachtsgeschenke mit Schleife drum.

Münster setzt auf LKW und Busse

Auch in Münster stecken die Experten des Ordnungsamtes und der Polizei gerade die Köpfe zusammen. Die Stadt ist in den Planungen schon recht weit: Bestimmte Straßen rund um die insgesamt fünf Weihnachtsmärkte sollen wieder mit großen Lkw und Bussen abgeriegelt werden. Ab 2018 sind dann versenkbare Poller geplant.

Michael Thomas, Ordnungsamt Stadt Münster zu den Sicherheitsvorkehrungen (WDR 2, 24.10.2017, 13.30 Uhr)

00:17 Min.

Sperren werden ausgeweitet

Ein Reisebus versperrt die Zufahrt zu einer Fußgängerzone

Busblockade vor der Fußgängerzone in Münster

Vorerst sollen die Sperren ausgeweitet werden: "Wir überlegen zur Zeit, über Autovermietungen bzw. Busunternehmen die Fahrzeuge zu beschaffen. Und über verschiedene Sicherheitsfirmen die Fahrer. Das aber gestaltet sich im Moment noch schwierig," meint Michael Thomas vom Ordnungsamt in Münster.

Abriegelung mit Polizeifahrzeugen

Andere Städte stehen vor denselben Problemen. Der Kölner Weihnachtsmarkt am Dom, der größte in der Stadt, hat es dabei noch vergleichsweise leicht. "Es gibt wegen der Domplatte nur zwei Zuwegungen, die abgeriegelt werden müssen. Und das machen wir wieder mit Polizei-Fahrzeugen," sagt eine Sprecherin des Weihnachtsmarktes.

Auch in Siegen und Dortmund wird gerade das Konzept festgezurrt. Wie das im Einzelnen aussieht, wollen die Beteiligten noch nicht sagen. Wahrscheinlich aber wird es wieder Sperrungen geben.

Mehr Security geplant

Sperren sind im Sicherheitsdenken sowieso nur das eine, das andere ist die Präsenz der Sicherheitskräfte. Dabei geht es nicht nur um Polizeibeamte. Kaum ein Weihnachtsmarkt kommt mittlerweile ohne eigene Security aus. In Köln wird die in diesem Jahr verstärkt.

In Münster werden im gesamten Dezember mehr Polizeibeamte auf Straßen und Plätzen patrouillieren - in Uniform, aber auch in Zivil. Schöner Nebeneffekt: Die Polizei-Präsenz sorgte im letzten Jahr dafür, dass weniger Taschendiebstähle passierten und der Handy-Klau abnahm.

Stand: 04.11.2017, 13:45