Angriff auf Polizisten: Tatwaffe war wohl Zwille

Einschussloch in einem Fenster der Polizeiwache Lüdenscheid

Angriff auf Polizisten: Tatwaffe war wohl Zwille

  • Drei Schüsse auf Polizeiwache in Lüdenscheid
  • Fensterscheiben getroffen, verletzt wurde niemand
  • 26-jähriger Tatverdächtiger vorläufig festgenommen
  • Ermittler fanden in seiner Wohnung eine Zwille und Stahlkugeln
  • Kurz vor der Tat war der Mann der Wache verwiesen worden

In Lüdenscheid ist am Dienstagabend (10.01.2017) die Polizeiwache beschossen worden. Drei Fensterscheiben wurden getroffen, verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm am späten Abend einen 26-jährigen Lüdenscheider vorläufig fest.

Schüsse wohl mit Zwille abgegeben

Die sichergestellte Zwille

Die sichergestellte Zwille

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwochvormittag (11.01.2017) mitteilten, wurde in der Wohnung des Tatverdächtigen die mutmaßliche Tatwaffe gefunden - eine Zwille mit Stahlkugeln.

Eine Stahlkugel liegt im Eis

Fundstück im Schnee: eines der Projektile, das auf die Polizeiwache geschleudert wurde

Der mutmaßliche Täter ist der Lüdenscheider Polizei bekannt. Am Tatnachmittag wurde er gegen seinen Willen der Wache verwiesen. Offenbar war das der Hintergrund für die anschließende Attacke.

Staatsanwalt: "Versuchter Mord"

Staatsanwalt Bernd Haldorn erklärte: "Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt vom Vorwurf des versuchten Mordes aus. Wenn jemand von einer derartigen Stahlkugel getroffen wird, dann ist schon zu befürchten, dass er an diesen Verletzungen auch sterben kann. Ich meine, wer auf ein erleuchtetes Fenster schießt, und sich erkennbar eine Person direkt hinter dem Fenster befindet, der nimmt den Tod billigend in Kauf."

Der Staatsanwalt hat beantragt, dass der 26-jährige Beschuldigte in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird.

Stand: 11.01.2017, 17:44