Regionalräte kämpfen für ein starkes Westfalen

Regionalräte kämpfen für ein starkes Westfalen

Die drei westfälischen Regionalräte Arnsberg, Detmold und Münster haben die Gleichbehandlung aller Landesteile in Nordrhein-Westfalen gefordert. Die Räte haben am Freitag (11.03.2016) in Münster zum ersten Mal gemeinsam getagt.

Stark fühlen sich die Westfalen: Die Region gehöre zu den stärksten Wirtschaftsstandorten in Deutschland und habe eine hohe Ausstrahlungskraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Nur - sie fürchten auch, dass das vor allem bei der Landesregierung in Düsseldorf nicht immer richtig wahrgenommen wird. Jüngstes Beispiel: Im Entwurf der Landesregierung für den Landesentwicklungsplan werden zwar die Metropolregionen Rheinland und Ruhrgebiet erwähnt, Westfalen jedoch nicht. Im Wettbewerb um Fördermittel für die regionale Wirtschafts-, Verkehrs-, Bauland- und Umweltpolitik fürchten die Regionalräte: Westfalen könnte benachteiligt werden.

Kritik am Landesplaner

Zwei Männer im Anzug stehen nebeneinander. Der links stehende trägt eine Brille. Beide blicken nach links.

Landesplaner Christoph Epping (rechts) mit dem münsterschen Regierungspräsidenten Reinhard Klenke

Im Fokus der Kritik stand in Münster vor allem Landesplaner Christoph Epping. Und der beeilte sich zu versprechen, dass die mittelstandsgeprägte Wachstumsregion Westfalen-Lippe im neuen Gesetzentwurf stehen wird. Das hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft jüngst bereits angekündigt. Die Regionalräte verabschiedeten in Münster einstimmig ein Elf-Punkte-Papier, in dem unter anderem eine flächendeckende leistungsfähige Breitbandversorgung sowie Unterstützung neuer Konzepte für Mobilität und Elektromobilität gefordert wird. In dem Papier steht auch die Forderung nach einem Ausbau der Infrakstruktur, nach standortnahen Bildungseinrichtungen und einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung. "Wir wollen ein starkes Westfalen", heißt es wörtlich.

Stand: 11.03.2016, 14:30