Ausstellung zeigt Luthers Judenfeindlichkeit

Das Jüdische Museum Westfalen informiert über die Geschichte des Judentums in Westfalen

Ausstellung zeigt Luthers Judenfeindlichkeit

  • Luther-Schau im Jüdischen Museum Westfalen
  • Ausstellung bis zum 24. September in Dorsten
  • Bild- und Texttafeln zeigen Antijudaismus und Antisemitismus

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums befasst sich das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten mit dem Verhältnis des Reformators Martin Luther (1483-1546) zum Judentum.

Seit Sonntag (13.08.2017) wird die Schau "Martin Luther und das Judentum" bis zum 24. September gezeigt.

Auch Exponate zum Antijudaismus ausgestellt

Ergänzt werden die Bild- und Texttafeln nach Veranstalterangaben durch museumseigene Exponate zum Antijudaismus und Antisemitismus.

Martin Luther

Reformator Martin Luther

Der Reformator Luther habe zu den Juden in Deutschland und ihrer gesellschaftlichen Teilhabe bis in seine letzten Tage hinein ein kompliziertes Verhältnis gehabt, erklärte das Museum. Luther habe der Nachwelt und vor allem der evangelischen Kirche damit ein schwieriges Erbe hinterlassen.

In der Anfangszeit der Reformation habe er dafür plädiert, die Juden menschlich zu behandeln. Später habe er sie unerträglich geschmäht und die Anwendung von Gewalt gegen sie gefordert, so das Museum.

Stand: 13.08.2017, 14:01