Prozess um versuchten Mord: Zeugen belasten Kreuztaler

Strafverteidiger Andreas Trode aus Iserlohn sitzt neben dem Angeklagten

Prozess um versuchten Mord: Zeugen belasten Kreuztaler

  • 30-jähriger Kreuztaler angeklagt.
  • Er soll sein Opfer mit Messerstichen schwer verletzt haben.
  • Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke aus.
  • Zeugen belasten Angeklagten.

Ein Mann aus Kreuztal steht seit Donnerstag (12.10.2017) wegen versuchten Mordes vor dem Siegener Landgericht. Er wird beschuldigt, einen 23-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt zu haben.

Klinge blieb in Rücken stecken

Ein Messerstich in den Rücken war so tief, dass die Klinge abbrach und im Rücken des Opfers stecken blieb. Der Staatsanwalt wirft dem Angeklagten Heimtücke vor. Das sei ein Mordmerkmal. Das Motiv ist allerdings bislang unklar.

In der Nacht zum 1. Mai 2017 war es in Kreuztal-Krombach zu dem Angriff gekommen. In der Nähe des Feuerwehrgerätehauses soll der Angeklagte auf den jungen Mann losgegangen sein und ihn mit etlichen Messerstichen schwer verletzt haben.

Noch in der Nacht war der Tatverdächtige festgenommen worden, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt am Donnerstag wollte sich der Mann nicht zu den Vorwürfen äußern.

Opfer nannte mehrfach Namen des Angeklagten

Am Freitag (13.10.2017) belasteten etliche Zeugen den Angeklagten. Sie sagten aus, der Schwerverletzte habe mehrfach den Namen des Angeklagten als Täter genannt, als er sich in das Gerätehaus rettete. Dort bereiteten Freunde und Bekannte gerade eine Maifeier vor.

Außerdem wurde dem Gericht ein Brief des Angeklagten an das Opfer vorgelegt, in dem er sich für seine Tat entschuldigt.

Für den Prozess sind mindestens vier Verhandlungstage angesetzt.

Stand: 13.10.2017, 17:45