Neues Zuhause für Tiger und Leoparden in Münster

Ein Leopard balanciert auf einem waagerechten Baumstamm.

Neues Zuhause für Tiger und Leoparden in Münster

Von Petra Brönstrup

  • Naturnahe Landschaft für Tiger und Leoparden
  • Baukosten von 1,5 Millionen Euro
  • Freie Sicht durch Panoramascheiben

Acht Monate lang hat der Zoo die alte Tiger-Anlage um- und ausgebaut, dabei eine Betonwüste in eine naturnahe Landschaft verwandelt, mit künstlichen Felsen, Badebecken, Höhlen und Kletterbäumen für die Tiere, die hier jeweils getrennt voneinander gehalten werden.

1.700 Quadratmeter sind den Tigern vorbehalten, 500 Quadratmeter den Leoparden. Das sei gegenüber den bisherigen Anlagen eine deutliche Verbesserung, so Zoodirektor Thomas Wilms am Mittwoch (13.09.2017) bei der offiziellen Eröffnung.

Besucher auf Beobachtungsposten

Viele Besucher zeigten sich begeistert. Sie können Tiger und Leoparden nun durch mehrere große Panoramascheiben beobachten, wie sie durchs Gelände streifen oder auf Bäume klettern.

Der Tiger Fedor aus dem Allwetterzoo Münster

Zum ersten Mal haben die Leoparden im Allwetterzoo Münster Klettermöglichkeiten. Allerdings: Damit die Tiere nicht über die Bäume ins Freie flüchten, ließ der Zoo im acht Meter hohen Gehege eine ausbruchsichere Dachkonstruktion aus Stahlgittern montieren.

Weiterhin großer Sanierungsbedarf

Der Allwetterzoo Münster hat einen sehr großen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf. Ein hoher zweistelliger Millionenbetrag wäre nötig, um den Zoo auf den neusten Stand zu bringen. Die Geschäftsführung arbeitet zur Zeit an einem Masterplan. Ende November soll das Papier dem Aufsichtsrat zur Beratung vorgelegt werden.

Stand: 13.09.2017, 19:57