250 Millionen Euro für marode Tunnel im Sauerland

Zwei Vertreter der Deutschen Bahn stehen vor einer Landkarte, ein Mann zeigt mit einem Stift auf die Karte

250 Millionen Euro für marode Tunnel im Sauerland

  • Deutsche Bahn will drei marode Tunnel im Sauerland erneuern
  • Bauarbeiten sollen von 2022 bis 2026 dauern
  • Bahn investiert 250 Millionen Euro
  • Zugverkehr auf Oberer Ruhrtalbahn läuft dann eingleisig

Die Deutsche Bahn hat am Dienstagabend (14.11.2017) in Meschede-Freienohl ihre Pläne vorgestellt, wie sie drei marode Tunnel auf der Oberen Ruhrtalbahn erneuern will.

Fluchtwege und breitere Tunnel

2022 sollen die Arbeiten am Elleringhauser Tunnel beginnen. Im Jahr darauf sind der Glösinger und der Freienohler Tunnel an der Reihe. Die drei Tunnel werden verbreitert, außerdem bekommen sie eine neue Betonschale und Fluchtwege.

Während die Arbeiten laufen, soll der Zugverkehr auf der Oberen Ruhrtalbahn weitgehend normal weiterrollen - allerdings eingleisig. Weil die Gleise dafür in die Mitte verlegt werden müssen, werden die Tunnel zu Beginn und am Ende der Bauzeit jeweils drei Monate gesperrt.

Ein Tunnel bleibt eingleisig

Der Elleringhauser Tunnel bleibt auch nach den Arbeiten eingleisig. Sonst hätte die Bahn wegen strenger Vorgaben einen zweiten bauen müssen. Das hätte die Kosten gesprengt. Sie liegen ohnehin bei 250 Millionen Euro.

Die Tunnel sind fast 150 Jahre alt. Nach Angaben der Deutschen Bahn kann man sie nicht mehr sanieren. Bis 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Strecke verbindet Ruhrgebiet mit Sauerland

Regionalzug der Linie RE 57 im Bahnhof Dortmund-Hörde auf dem Weg nach Winterberg

Auf dem Weg nach Winterberg

Die Obere Ruhrtalbahn ist eine fast 140 Kilometer lange Strecke. Sie führt von Schwerte durch das Hochsauerland bis nach Warburg. Auf der Oberen Ruhrtalbahn fahren der Sauerland-Express (RE 17) und der Dortmund-Sauerland-Express (RE 57).

Stand: 15.11.2017, 08:42