Lotto: Annahmestellen klagen gegen Westlotto in Münster

Ein Lottospieler in einer Annahmestelle

Lotto: Annahmestellen klagen gegen Westlotto in Münster

Ihr Geschäft ist das Glück, aber dieses wird den Lotto-Annahmestellen allmählich zu teuer. Vor dem Amtsgericht in Münster klagt ihr Verband seit Dienstag (31.01.2017) gegen Westlotto.

Auslöser des Streits ist eine Gebührenerhöhung des Landes: Es verlangt für die Fünf-Jahres-Lizenz einer Lotto-Annahmestelle nun nicht mehr 100, sondern satte 1.250 Euro. Die Annahmestellen beantragen die Lizenz beim Land aber nicht selbst, dies übernimmt die staatliche Lotteriegesellschaft Westlotto mit Sitz in Münster. Auch überweist sie die entsprechenden Lizengebühren an die Landeskasse. Deshalb sieht der klagende Lotto- und Toto-Verband NRW auch Westlotto in der Pflicht, die Kosten zu übernehmen und nicht auf die Annahmestellen abzuwälzen.

3600 Annahmestellen in NRW betroffen

Das Unternehmen zeigt zwar Verständnis für die Verärgerung über die Gebührenerhöhung, sieht sich aber außerstande, die Mehrkosten für die rund 3600 Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen zu übernehmen. Der Verband führt diesen Rechtsstreit im Namen einer Annahmestelle in Rheda-Wiedenbrück und damit auch stellvertretend für alle Annahmestellen landesweit.

Urteil voraussichtlich im März

Das Urteil in diesem Rechtsstreit wird voraussichtlich im März verkündet. Wessen Argumentation das Gericht folgt, blieb unklar. Prinzipiell sei es aber denkbar, so der Richter, dass sich beide Seiten an den Kosten beteiligen müssen.

Stand: 31.01.2017, 15:07