Lösung im Streit um Soester Fahrrad-Modellweg

Soester Modell-Radweg in der Fahrbahnmitte

Lösung im Streit um Soester Fahrrad-Modellweg

  • Lösung im Streit um Soester Vorzeige-Radweg
  • Ortstermin brachte den Durchbruch
  • Breiter Randstreifen soll die Mittelspur für Radfahrer ersetzen
  • Bundesverkehrsministerium forderte Beachtung des Rechtsfahrgebots

Der Streit zwischen der Stadt Soest und dem Bundesverkehrsministeriums rund um einen Modell-Radweg in der Mitte von zwei engen Einbahnstraßen scheint beigelegt. Fachleute des Ministeriums, der Bezirksregierung Arnsberg und der Stadt haben nach einem Ortstermin am Montag (30.01.2017) eine Lösung gefunden, wie am Abend bekannt wurde. Bund und Land NRW hatten den Mittelstreifen moniert, weil ein allgemeines Rechtsfahrgebot gilt.

Breiter Randstreifen geplant

Um Fahrradfahrern weiterhin eine sichere Fahrt zu garantieren, soll statt der beiden Mittelstreifen ein breiter Randstreifen entstehen. Außerdem sollen aus den beiden Gassen eine Fahrradstraße werden, in der Autofahrer besonders auf Radfahrer Rücksicht müssten. Autofahrer wären damit auch weiterhin gezwungen, hinter den Fahrradfahrern zu fahren.

Die Stadt Soest hatte die deutschlandweit einmalige Verkehrsregel vor einigen Jahren nach einem schweren Unfall eingeführt. Ein Radfahrer war im August 2008 gegen eine Autotür geprallt, die jemand geöffnet hatte. Der Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt und lag lange im Koma.

Modell-Radweg als "besonders sicher" prämiert

Der Radweg in der Mitte der Gassen fand in den Folgejahren viel Beachtung: Er wurde mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet und als besonders sicher gelobt.

Bis die neue Verkehrsregel umgesetzt wird, dürfte es noch etwas dauern: Die Stadt Soest rechnet nicht damit, dass sie vor dem Jahr 2018 eingeführt wird.

Stand: 30.01.2017, 18:36