Udo Lindenberg wird Ehrenbürger seiner Heimatstadt Gronau

Udo Lindenberg im Jahr 2013 beim 40. Bühnen-Jubiläum mit seinem Panikorchester.

Udo Lindenberg wird Ehrenbürger seiner Heimatstadt Gronau

Udo Lindenberg wird neuer Ehrenbürger der Stadt Gronau. Dies hat der Rat der Stadt Gronau einstimmig in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Damit will die Stadt das politische Engagement des Künstlers anlässlich seines 70. Geburtstages würdigen.

"Durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechts sollen das Lebenswerk von Udo Lindenberg sowie seine besonderen Verdienste um und sein persönliches Engagement für die Stadt Gronau anlässlich seines 70. Geburtstages besondere Anerkennung finden“, heißt es in dem Antrag der Ratsparteien. CDU, SPD, UWG, FDP, GAL und Die Linke hatten den Antrag gemeinschaftlich an Bürgermeisterin Sonja Jürgens gestellt.

Mit dem Schlagzeug fing die Karriere an

Udo Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 in Gronau geboren und wuchs in der Gartenstraße auf. Begonnen hat er seine Musikkarriere zunächst als Schlagzeuger. Er spielte unter anderem für die Band von Klaus Doldinger, ehe er als Sänger mit seinen deutschen Texten einen mutigen Schritt wagte und der deutschen Rockmusik zum Durchbruch verhalf.

Rat würdigt auch politisches Engagement

Udo Lindenberg

Rat würdigt auch Lindenbergs politisches Enagemant

Die Ratsfraktionen würdigten zudem Lindenbergs politisches Engagement und seine deutlichen Stellungnahmen gegen Neonazis und Fremdenhass. So setzte sich Lindenberg stark für den Frieden zwischen Ost und West, die Deutsche Wiedervereinigung und im Kampf gegen Rechts ein und bezog stets deutlich Stellung gegen Neonazis und Fremdenhass. Starkes Engagement zeichnet Lindenberg auch auf sozialem Gebiet aus. Mit der Udo-Lindenberg-Stiftung unterstützt er seit nunmehr zehn Jahren humanitäre und soziale Projekte.

"Freiheitsstatue von Gronau"

Unvergessen ist vielen Gronauer Bürgerinnen und Bürgern noch der Auftritt von Udo Lindenberg 2015, als es tausende Besucher zur Enthüllung der Udo-Lindenberg-Statue an den Kreisverkehr an der Ochtruper Straße zog und er spontan einige Lieder sang. Lindenberg selbst bezeichnete die Statue als „Freiheitsstatue von Gronau“, die für Werte wie Weltoffenheit, Freiheit und Toleranz steht und Ablehnung von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus symbolisiert. Für diese Werte steht auch die Fridtjof-Nansen-Realschule, die Lindenberg als Schüler besuchte und zu der er immer noch ein enges Verhältnis pflegt.

Termin steht noch nicht fest

Wann und in welchem Rahmen Udo Lindenberg die Urkunde aus den Händen von Bürgermeisterin Sonja Jürgens erhält, wird noch geklärt. Bürgermeisterin Jürgens informierte den neuen Ehrenbürger, der derzeit in Timmendorf für die neue Stadiontour probt, nach der Ratssitzung persönlich. „Ich habe Udo Lindenberg angerufen. Er war total überrascht und hat sich riesig gefreut“, so Jürgens, die dann auch gleich großen Dank und viele Grüße aus Timmendorf entgegennahm. „Ich soll allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt – oder wie Udo sagt allen ´Gronauten´ - viele Grüße ausrichten.“. Sie selbst freue sich, dass „Udo ein Kind unserer Stadt ist und bleibt“.

Stand: 22.04.2016, 13:21