Nationaler Kulturschatz kehrt nach Liesborn zurück

Deckbaltt des Liesborner Evangeliars, mit Kreuzszene. Bild mit rotem Rand gefüllt

Nationaler Kulturschatz kehrt nach Liesborn zurück

  • Liesborner Evangeliar kommt zurück
  • Rückkauf auf Kunstmesse in Maastricht eingefädelt
  • Buch gilt als Kulturschatz nationalen Ranges
Olaf Gericke schüttelt Sandra Hindman die Hand, beide schauen in Kamera, dahinter Schriftzug TEFAF

Olaf Gericke hat Sandra Hindman in Maastricht getroffen

Das mehr als 1.000 Jahre alte Evangeliar aus Liesborn kehrt in die Heimat zurück. Der Kreis Warendorf hat den Rückkauf des Buches für drei Millionen Euro jetzt auf einer Kunstmesse in Maastricht eingefädelt. Landrat Olaf Gericke hat auf der Kunstmesse TEFAF in Maastricht die Besitzerin des Evangeliars, die amerikanische Kunsthändlerin Sandra Hindman, getroffen und sich mit ihr über den Rückkauf des Evangeliars geeinigt.

Landrat Olaf Gericke zu den Kaufverhandlungen (14.03.2017, WDR 2)

00:21 Min.

Die Verhandlungen mit der amerikanischen Eigentümerin dauerten zwei Jahre, Sponsoren übernehmen den Kaufpreis, sagte Landrat Gericke am Dienstag (14.03.2017) Das Evangeliar soll noch in diesem Frühjahr der Öffentlichkeit präsentiert werden, so der Kreis Warendorf.

Seite aus dem Liesborner Evangeliar mit roten und schwarzen Schriftzeichen

Das Liesborner Evangeliar ist 1000 Jahre alt

Die mehr als 1.000 Jahre alte Handschrift lag im Mittelalter auf dem Altar in der Abtei Liesborn und wurde in die Liturgie der Messe integriert, aber nicht benutzt. 1803 wurde das Evangeliar an einen Privatsammler verkauft, später war es in den USA. 1987 tauchte es dann bei Christies auf einer Auktion auf.

Buch in hervorragendem Zustand

2015 wurde das Werk in Maastricht noch für umgerechnet knapp sechs Millionen Euro angeboten. Experten haben den Zustand des Manuskripts in einer aufwendigen Bindung vor zwei Jahren als hervorragend beschrieben.

Stand: 14.03.2017, 20:00