Ahaus will Jülicher Atommüll nicht

Castor-Behälter mit der Aufschrift "Radioaktiv"

Ahaus will Jülicher Atommüll nicht

  • Stadt will juristisch gegen Einlagerung vorgehen
  • Ahaus und Betreiber des Atommüllzwischenlagers haben Vertrag
  • Stark verunreinigte Kugelbrennelemente aus Atomversuchsreaktor gehören nicht dazu

Die Stadt wird dabei unterstützt von zwei Rechtsanwälten, die am Dienstag (20.12.2016) im Rat den Politikern die möglichen Erfolgsaussichten einer Klage erläuterten. Die beiden Fachanwälte einer renommierten Wirtschaftskanzlei argumentieren, dass zwischen der Stadt Ahaus und dem Betreiber des Atommüllzwischenlagers ein so genannter Ansiedlungsvertrag besteht.

Dieser Vertrag regelt, welcher Atommüll nach Ahaus gebracht werden darf. Die Anwälte sind der Ansicht, dass die Einlagerung der 152 Castoren aus dem Jülicher Versuchsreaktor nicht im Einklang mit dem Ansiedlungsvertrag steht.

Klage könnte Jahre dauern

 Behälter für radioaktiven Müll

Behälter für radioaktiven Müll in Jülich

Das habe das Bundesamt für Strahlenschutz bei seiner Genehmigung nicht beachtet. Deshalb haben die beiden Anwälte bereits Widerspruch eingelegt, ein späteres Klageverfahren nicht ausgeschlossen. Allerdings wurde auch deutlich, dass das viele Jahre dauern könne.

Stand: 21.12.2016, 12:24