Mehr Prügeleien auf Hüstener Kirmes

Ein Kettenkarussell dreht sich, darauf sitzen Menschen (2017)

Mehr Prügeleien auf Hüstener Kirmes

  • Polizei hatte auf Hüstener Kirmes mehr zu tun
  • Aggressive Besucher sorgten für Ärger
  • Veranstalter will Hausverbote verhängen

Die Hüstener Kirmes ist am Dienstagabend (12.09.2017) zu Ende gegangen - und die Polizei hatte beim größten Volksfest des Sauerlandes deutlich mehr zu tun als in den Vorjahren. Sie ermittelt in 68 Fällen - unter anderem wegen etlicher Schlägereien.

"Gastfreundschaft missbraucht"

Ingo Beckschäfer von der Hüstener Kirmesgesellschaft

Ingo Beckschäfer

Die Vorfälle ärgern die ehrenamtlichen Organisatoren. Ingo Beckschäfer kündigte Hausverbote an: "Die Leute, die hier ausrasten, die missbrauchen unsere Gastfreundschaft." Beckschäfer betonte, man lasse sich nicht auf der Nase herumtanzen: "Wir lassen uns nicht von Schlägern unsere Veranstaltung kaputt machen."

Angriffe auf Einsatzkräfte

Polizei-Einsatzleiter Rudolf Figgen hob die gestiegene Aggressivität alkoholisierter junger Leute gegenüber Polizisten hervor. Der Höhepunkt ereignete sich von Freitag (08.09.2017) auf Samstag (09.09.2017).

Da hätten sich 30 Störer solidarisiert, um eine Person zu befreien, die die Polizei in Gewahrsam genommen hatte. Allein in dieser Nacht kamen acht Besucher ins Polizeigewahrsam. Später erschienen noch Freunde auf der Wache und gingen Polizisten körperlich an.

Polizei bekommt viel Zuspruch

Rudolf Figgen

Einsatzleiter Rudolf Figgen

Der Einsatzleiter betonte aber auch die "vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung, seitens des Veranstalters und der Stadt". Sein Dank galt allen Besuchern, die "im Gegensatz zu einigen Wenigen zu einem ansonsten friedlichen Verlauf" beigetragen hätten.

An fünf Tagen waren rund 250.000 Besucher zur Kirmes gekommen.

Stand: 13.09.2017, 07:59