120 Jahre Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Kaiser Wilhelm Denkmal

120 Jahre Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Am 18. Oktober 1896 wurde das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica eingeweiht. Schon damals war es ein Publikumsmagnet, rund 20.000 Menschen kamen zur Eröffnungsfeier. Aktuell wird das Denkmal für 12,5 Millionen Euro saniert und ausgebaut.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Ostwestfalen-Lippe gehört zu den bedeutendsten Nationaldenkmälern Deutschlands. Es liegt in einer Höhe von 268 Metern und wurde zu Ehren Kaisers Wilhelms I (1797 – 1888) auf dem Wittekindsberg erbaut. Nach einer Bauzeit von etwa vier Jahren wurde das Denkmal in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm dem Zweiten am Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig eröffnet.

Drei Kilometer Treppenstufen

Es war ein aufwendiger Bau. 13.000 Kubikmeter Mauern wurden errichtet und drei Kilometer Treppenstufen verlegt. Das Denkmal besteht aus Porta-Sandstein, der im Wittekindsberg abgebaut wurde. In der Mitte des insgesamt 88 Meter hohen Denkmals steht eine Bronzefigur von Kaiser Wilhelm dem Ersten, der etwa vier Jahre vor Baubeginn verstorben war.

Denkmal als Publikusmagnet

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Schon vor der Eröffnung zog das Denkmal Schaulustige und Touristen an. Sieben Mal pro Tag hielt die Köln-Mindener-Eisenbahn an der Station Porta. Um die Besucher bequem zum Denkmal zu bringen, wurde sogar extra eine Straßenbahn von Minden nach Barkhausen gebaut. Der letzte Aufstieg auf den Wittekindsberg muss auch noch heute zu Fuß zurück gelegt werden. Zuletzt stand in der Diskussion, eine Seilbahn hoch zum Denkmal zu bauen. Das wünscht sich Porta Westfalicas Bürgermeister Bernd Hedtmann und hat im August 2016 eine Arbeitsgruppe gebildet, um die Machbarkeit einer solchen Seilbahn zu prüfen.

Sanierung der Ringterasse

Zur Zeit wird am Denkmal die Ringterasse saniert - doch daraus ist ein Großprojekt geworden. Die britische Armee hatte 1946 den Eingang zum Stollen gesprengt, wodurch die Fundamente der äußeren Ringterasse beschädigt wurden. Jetzt wird sie wiederhergestellt und zugleich ein Restaurant und Infozentrum gebaut (Eröffnung 2018). Im Infozentrum sollen unter anderem die drei Konzentrationslager in der NS-Zeit thematisiert werden. Rund 1.300 Zwangsarbeiter wurden zwischen 1944 und 1945 beim Ausbau eines Stollens im Wittekindsberg für die Rüstungsindustrie eingesetzt.

Stand: 18.10.2016, 11:20