Irische Landfahrer mischen Iserlohn auf

Irische Landfahrer verlassen Iserlohn

Irische Landfahrer mischen Iserlohn auf

Kevelaer, Düsseldorf, Hürth, Wipperfürth – und jetzt Iserlohn: Erneut sind Hunderte irische Landfahrer einer Stadt verwiesen worden. Ein langer nächtlicher Polizeieinsatz ging voraus.

Nach einem Platzverweis im bergischen Wipperfürth wollte eine Kolonne irischer Landfahrer am Donnerstagabend (10.08.2017) in Menden rasten: Die mehreren Hundert Leute mit 100 Wohnwagen-Gespannen hatten sich dafür ein Privatgrundstück ausgesucht und wurden umgehend vom Ordnungsamt vertrieben.

Benzindiebstahl, Hitlergruß, Verfolgungsjagd

Die Landfahrer zogen weiter nach Iserlohn, wo sie zunächst einmal ein Verkehrschaos verursachten. Die Polizei beschränkte sich darauf, den Verkehr zu regeln und schilderte die Stimmung zunächst als friedlich.

Das änderte sich dann aber im Laufe der Nacht: Zechprellereien, Sachbeschädigungen, Benzindiebstähle wurden gemeldet, die auf das Konto der Landfahrer gehen sollten. Die Iserlohner Polizei forderte Unterstützung aus Dortmund und Hagen an. Ein junger Ire zeigte der Polizei den Hitlergruß und wurde daraufhin in Gewahrsam genommen. Ein anderer betrunkener junger Mann lieferte sich über zwei Kilometer mitten durch die Stadt eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Polizeifahrzeuge rollen auf Parkplatz

Am Vormittag rückt Polizei auf den Lagerplatz vor

Die Stadt Iserlohn wollte das Lager der Iren am Seilersee nur bis Freitagmittag (11.08.2017) dulden, dann sollten sie auch diese Stadt verlassen. Bis zum späten Freitagvormittag regte sich kaum etwas auf dem Lagerplatz. Dann rückte ein großes Polizeiaufgebot an. Die Polizisten gingen von Wohnwagen zu Wohnwagen und forderten die Bewohner auf, den Platz zu räumen. Mittags rollten die Wohnwagen-Gespanne dann davon.

Caravan-Gespanne rollen von Parkplatz

Mittags dann die Abreise

Stand: 11.08.2017, 12:47