Landschaftsverband Westfalen-Lippe verabschiedet Milliarden-Haushalt

Viele Menschen sitzen in einem Plenum, vor ihnen halbrundes Podium mit weiteren Menschen, dahinter Glasfront

Landschaftsverband Westfalen-Lippe verabschiedet Milliarden-Haushalt

  • LWL-Haushalt in Münster verabschiedet
  • Volumen von 3,5 Milliarden Euro
  • Umlage musste erhöht werden

Die Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe werden höhere Abgaben an den Landschaftsverband zahlen. Die Landschaftsversammlung hat am Donnerstag (02.02.1017) zugestimmt, die Umlage auf 17,4 Prozent zu erhöhen. Insgesamt hat der Haushalt des LWL in diesem Jahr ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro.

Gebäude des Landschaftsverbandes, davor Fahnen und Straße

Verband hat Ausgleichsrücklage bald aufgebraucht

Der LWL braucht viel Geld, auch die 2,2 Milliarden Euro, die seine Mitglieder an den Verband abführen, reichen nicht aus. Die Konsequenz: die Ausgleichsrücklage wird Ende des Jahres wahrscheinlich aufgebraucht sein.

Umlage wird wahrscheinlich weiter steigen

Weißes Schild mit blauer Schrift: "LWL Für die Menschen. Für Westfalen-Lippe", darauf  eines Fahrrades

LWL übernimmt viele soziale Aufgaben für Kommunen

Die Kreise und Städte müssen in den nächsten Jahren voraussichtlich noch mehr zahlen. Denn für sie übernimmt der LWL viele Aufgaben, etwa in der Behinderten- und Jugendhilfe. Fast 90 Prozent des Haushalts, also weit über 3 Milliarden Euro, fließen in soziale Aufgaben, vor allem in die so genannte Eingliederungshilfe - die Sozialhilfe für Menschen mit Behinderung.

Allein bei den Hilfen für Menschen mit Behinderung rechnet der Verband mit rund 165 Millionen Euro Mehrausgaben im Vergleich zu 2016. Höhere Kosten entstünden durch neue Sozialleistungen im nordrhein-westfälischen Inklusionsstärkungsgesetz, im Bundesteilhabe- sowie im Pflegestärkungsgesetz, hieß es am Donnerstag (02.02.2017) in der Landschaftsversammlung in Münster.

Stand: 02.02.2017, 14:01