Hausbesetzung in Münster gegen Leerstand

Besetztes Haus am Köhlweg in früherer Briten-Siedlung in Münster

Hausbesetzung in Münster gegen Leerstand

  • Besetzer kritisieren Wohnungsleerstand
  • Neue Nutzung der Briten-Häuser gefordert
  • Eigentümer erstattet Anzeige

Mit der Aktion in einer ehemaligen Briten-Siedlung protestieren sie seit Montag (17.04.2017) dagegen, dass die Gebäude leer stehen und wollen auch den geplanten Verkauf der Häuser durch das zuständige Bundesamt für Immobilienangelegenheiten verhindern. Einige Tage zuvor hatte die Polizei eine geplante Hausbesetzung in der Siedlung noch verhindert.

BIMA erstattet Anzeige

Der Eigentümer der Wohnungen, das Bundesamt für Immobilienaufgaben, kurz BIMA, will die Besetzung auf keinen Fall hinnehmen und hat bei der Polizei Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Wenn die Besetzer nicht freiwillig gehen, wird die Polizei deshalb die beiden Häuser früher oder später räumen lassen.

Jahrelanger Streit über Nutzung

Besetztes Haus am Köhlweg in früherer Briten-Siedlung

Der Streit um die Nutzung der ehemaligen Häuser britischer Truppen schwelt schon seit Jahren. Viele Gebäude wurden nach dem Wegzug der Soldaten an Studenten vermietet, einige bis vor kurzem auch für Flüchtlinge genutzt. Inzwischen stehen aber mehrere Häuser leer. Aus Sicht der Hausbesetzer ein Unding: Der Wohnungsmarkt in Münster sei für viele völlig überteuert, den Verkauf der Häuser auf dem freien Markt wollen sie verhindern. Die Polizei will mit dem Besitzer über eine mögliche Räumung beraten.

Stand: 18.04.2017, 16:57