Flugzeugabsturz Wickede: Piloten-Sohn muss Halbwaisenrente erstatten

Wrack des am 27.08.2013 verunglückten Flugzeugs auf den Ruhrwiesen bei Wickede

Flugzeugabsturz Wickede: Piloten-Sohn muss Halbwaisenrente erstatten

  • Schadenersatz an Rentenversicherung.
  • Piloten-Sohn muss rund 16.500 Euro zahlen.
  • Unglück im August 2013.
  • Fünf Menschen starben.

Das Landgericht Arnsberg hat am Freitag (01.09.2017) entschieden, dass der Sohn des getöteten Piloten rund 16.500 Euro Halbwaisenrente erstatten muss. Die Deutsche Rentenversicherung hatte diese Summe zwei Kindern seit dem Unfall gezahlt. Die beiden hatten bei dem Absturz ihre Mutter verloren. Sie selbst überlebten schwer verletzt.

Monatliche Rente für Hinterbliebene

Die Richter haben auch entschieden, dass der Piloten-Sohn darüber hinaus weiterhin eine monatliche Rente zahlen muss. Die Zivilkammer schätzt, dass sich die Rente auf etwa 116.000 Euro summieren wird.

Feuerwehrleute vor dem Flugzeugwrack

Feuerwehrleute vor dem Flugzeugwrack

Das Gericht hatte sich erneut mit dem Unglück beschäftigt, weil der Anwalt des Piloten-Sohns den Abschlussbericht zur Unfallursache angezweifelt hatte. Dieser geht von einem Fehler des Piloten aus: Er habe zu wenig Treibstoff für den Flug von der Insel Langeoog zum Flugplatz Arnsberg-Menden getankt.

Neues Gutachten: Wer trägt Schuld?

Ein Gutachten, das der Verteidiger beauftragt hatte, entlastete den Piloten. Das Flugzeug sei nach dem Absturz nicht gründlich genug untersucht und zu schnell verschrottet worden, heißt es darin. Das hat die Zivilkammer aber heute zurückgewiesen. Ihrer Ansicht nach konnte der Piloten-Sohn mit dem Gutachten nicht beweisen, dass sein Vater keine Schuld an dem Unglück trägt.

Bei dem Flugzeugunglück am 27.August 2013 starben der Pilot, zwei Frauen und zwei Kinder. Das Flugzeug stürzte auf die Ruhrwiesen bei Wickede-Wimbern.

Stand: 01.09.2017, 17:16