Hausbrand in Lüdenscheid: Schwere Brandstiftung

Löschwasserschlauch im Hauseingang

Hausbrand in Lüdenscheid: Schwere Brandstiftung

  • Feuer in Mehrfamilienhaus in Lüdenscheid
  • Hölzernes Treppenhaus stand in Flammen
  • Neun Bewohner in Sicherheit gebracht
  • Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Die Polizei ermittelt nach dem Feuer in einem Lüdenscheider Mehrfamilienhaus in der Nacht auf Sonntag (18.06.2017) wegen schwerer Brandstiftung. Das hat ein Polizeisprecher am Montagnachmittag (19.06.2017) mitgeteilt. Brandermittler hätten einen technischen Defekt als Ursache ausgeschlossen.

Weg ins Freie versperrt

Die Feuerwehr war am Wochenende zu einem Großeinsatz ausgerückt. Im Treppenhaus waren gleich drei Kinderwagen in Brand geraten, bestätigte der Einsatzleiter der Feuerwehr am Sonntagnachmittag dem WDR. Weil das Treppenhaus aus Holz war, breitete sich das Feuer schnell aus und versperrte den Weg aus dem Obergeschoss ins Freie.

Familie über Baugerüst gerettet

Ein Nachbar reagierte aber geistesgegenwärtig: Er lotste eine Mutter mit zwei Kindern aus dem Obergeschoss über ein Baugerüst auf ein Flachdach. Von dort retteten Feuerwehrleute die Familie mit einer Drehleiter. Die übrigen Bewohner konnten sich selbständig retten.

Löschfahrzeug, Feuerwehrleute auf der Straße

Zweieinhalb Stunden Löscharbeiten

Die neun Bewohner kamen vorsorglich wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser. Wie am Montag bekannt wurde, konnten sie die Klinik aber inzwischen wieder verlassen.

Die Feuerwehr hatte den Brand innerhalb von zweieinhalb Stunden gelöscht. Das Haus ist vorerst unbewohnbar, die insgesamt zwölf Hausbewohner kamen in Notunterkünften unter.

Stand: 19.06.2017, 17:47