Flüchtlinge: Wenig Familiennachzug in Südwestfalen

Syrische Familie

Flüchtlinge: Wenig Familiennachzug in Südwestfalen

Für Flüchtlinge in Südwestfalen ist es offenbar schwierig, ihre Angehörigen nachzuholen.

Rund 15.000 Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan sind in den vergangenen zwei Jahren nach Südwestfalen gekommen. Nur etwa 400 konnten bisher Angehörige auf sicherem Wege nachgeholen. Das zeigen Berechnungen des WDR vom Dienstag (22.08.2017).

Ämter entscheiden nach eigenem Ermessen

Manche Politiker hatten befürchtet, jeder Flüchtling aus den arabischen Ländern würde vier, fünf Angehörige nachholen. Das ist nicht so gekommen. Gerade mal 1.187 Angehörige durften in den vergangenen zwei Jahren nach Südwestfalen kommen.

Zwar gibt es für anerkannte Flüchtlinge ein Recht auf Familiennachzug, doch die Ausländerämter können nach eigenem Ermessen entscheiden. So durften allein in Iserlohn 184 Angehörige nachkommen, im viel größeren Hochsauerlandkreis nur 42.

Stand: 22.08.2017, 18:22