Siegen: Ex-Unternehmer beraten Existenzgründer

Farbige Kladden mit Reitern wie "Rechnungen", "Inkasso"

Siegen: Ex-Unternehmer beraten Existenzgründer

Die Hälfte aller Firmengründungen scheitern nach wenigen Jahren. Die IHK Siegen setzt Firmenchefs a.D. ein, um Start ups vor der Pleite zu bewahren.

Von den 827 Unternehmen, die 2011 im Kreis Siegen-Wittgenstein gegründet wurden, existierten drei Jahre später nur noch 420. Viele der Existenzgründer seien euphorisch gewesen und hätten geglaubt, der Markt habe nur auf ihr Produkt gewartet, so die IHK Siegen. Doch sehr häufig seien alle betriebswirtschaftlichen Aspekte völlig vergessen worden.

Schon im Vorfeld Rat einholen

An genügend Kapital und finanzielle Reserven denken die Existenzgründer laut IHK oft nicht. Vielen fehle das Durchhaltevermögen oder der Mut, sich früh genug Hilfe zu holen. Und genau da setzt die Kammer jetzt an: Sie stellt den Jung-Chefs erfahrene Ex-Chefs zur Seite, wie den früheren Unternehmer Paul Immhäuser aus Olpe. Der Gründer solle "schon im Vorhinein Hilfe annehmen und jemandem, der Erfahrung hat, seinen Plan zeigen und sagen, was hältst Du davon, wird es funktionieren?", findet Immhäuser.

Frauen planen intensiver

Übrigens gibt es laut IHK einen Unterschied zwischen Gründerinnen und Gründern: Frauen planen demnach intensiver als Männer, und sind dementsprechend länger mit ihren Unternehmen auf dem Markt.

Stand: 17.07.2017, 09:50