Untreue bei Pferdezuchtverband in Münster?

Ein Auktionator in Aktion - vor ihm präsentiert sich ein Pferd den Bietern

Untreue bei Pferdezuchtverband in Münster?

  • Durchsuchung beim Pferdezuchtverband
  • Verdacht auf Unregelmäßigkeiten
  • Hintergrund sind Hengstverkäufe

Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt wegen Unregelmäßigkeiten beim Westfälischen Pferdestammbuch in Münster-Handorf. Am Donnerstag (18.05.2017) gab es dort eine Durchsuchung. In den Geschäftsräumen des Pferdezuchtverbandes stellten Beamte des Landeskriminalamtes Beweismaterial sicher.

Untreue und Steuerhinterziehung

Der Pferdezuchtverband selbst teilte mit, das Amtsgericht Münster habe die Durchsuchung wegen des Verdachts der Untreue und der Steuerhinterziehung veranlasst. Hintergrund seien Hengstverkäufe. Ermittelt werde gegen den Züchterverband und seinen Geschäftsführer.

Staatsanwalt schweigt

Martin Botzenhardt von der Staatsanwaltschaft Münster im Interview

Oberstaatsanwalt Botzenhardt bestätigt die Durchsuchung

Die Staatsanwaltschaft in Münster wollte sich am Freitag (19.05.2017) nicht zu den Vorwürfen äußern. Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt bestätigte lediglich die Durchsuchung im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens, das sich neu ergeben habe im Rahmen der Ermittlungen rund um das Landgestüt in Warendorf.

Der Züchterverband und sein Geschäftsführer haben den ermittelnden Behörden nach eigenen Angaben ihre Zusammenarbeit zur vollständigen Aufklärung angeboten. Das Westfälische Pferdestammbuch e.V. hat rund 8.000 Mitglieder und gilt damit als bundesweit zweitgrößter Pferdezuchtverband. Er veranstaltet regelmäßig Leistungsschauen und Verkaufsauktionen für Pferde.

Stand: 19.05.2017, 20:00