Doggen beißen Spaziergängerin fast zu Tode

Ein weißer Schal auf dem Boden

Doggen beißen Spaziergängerin fast zu Tode

  • 53-Jährige inzwischen außer Lebensgefahr.
  • Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung.
  • Keine Anlein- und Maulkorbpflicht.
  • Vier Hunde von einem Tierarzt eingeschläfert.

Nach dem Angriff von vier Doggen auf eine Spaziergängerin in Drensteinfurt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Hundehalterin wegen fahrlässiger Körperverletzung. Das 53 Jahre alte Opfer schwebte am Montag (03.07.2017) nach Angaben der Polizei nicht mehr in Lebensgefahr.

Polizei spricht von "Kettenreaktion"

Drei Doggen schauen zur Seite

Hunde gerieten außer Kontrolle

Die Ermittler sprechen mit Blick auf die Hundeattacke vom Samstagabend von einer "Kettenreaktion". Die 48-jährige Halterin hatte demnach den Tieren befohlen, sich hinzulegen, als die 53-jährige Spaziergängerin ihnen entgegenkam. Eines der Tiere sei dann unvermittelt aufgesprungen und habe die Spaziergängerin gebissen. Als diese schrie, hätten auch die drei anderen Doggen die Frau angefallen.

Doggen wurden eingeschläfert

Die Hundehalterin hatte versucht, der Frau zu helfen. Dabei wurde sie selbst verletzt und erlitt einen Schock. Erst als sie ihre Tiere wieder unter Kontrolle hatte, konnte sie den Rettungsdienst alarmieren. Auf Anordnung des Ordnungsamtes wurden die vier Doggen später eingeschläfert.

Mehrere Prüfungen abgelegt?

Nach Angaben der Polizei waren die Hunde nicht angeleint. Das sei rechtens gewesen, weil sie außerorts ausgeführt wurden. Auch bestehe für Deutsche Doggen keine Maulkorbpflicht. Der Halter müsse aber jederzeit sicherstellen, dass von den Tieren keine Gefahr ausgehe, ergänzte der Leiter des Drensteinfurter Ordnungsamtes, Martin Brinkötter. Gegenüber der Polizei gab die Hundebesitzerin an, mehrere Prüfungen mit ihren Tieren absolviert zu haben.

Stand: 03.07.2017, 16:30