LWL kritisiert Denkmalschutz-Kürzung

Zu sehen ist ein Gebäude des Landschaftsverband Westfalen Lippe in Münster.

LWL kritisiert Denkmalschutz-Kürzung

  • LWL befürchtet Denkmal-Verfall
  • Landesmittel gekürzt
  • Land weist Vorwürfe zurück

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe kritisiert die Denkmalschutz-Förderung des Landes. Er sieht viele Baudenkmäler in Gefahr. Grund sei die radikale Kürzung der Fördergelder des Landes, so der LWL. Um Denkmäler und historische Bausubstanz vor dem Verfall zu retten, standen 2016 nur noch 1,7 Millionen Euro landesweit zur Verfügung, Jahre zuvor war der Betrag noch zweistellig. "Ich denke, dass es schon ziemlich dramatisch ist", schlägt die LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale Alarm.

Land weist Vorwurf zurück

LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale

Kulturdezernentin Rüschoff-Thale sorgt sich

"Wir erleben einfach zur Zeit dadurch, dass keine Fördermittel da sind, dass für die Eigentümer keine Motivation mehr besteht, diese Gebäude instandzusetzen," berichtet Rüschoff-Thale. "Es fehlen schlichtweg und ergreifend die Gelder. Und so vergammeln zur Zeit wirklich viele Baudenkmäler, ich mach mir Sorgen."

Als Beispiel verweist der Landschaftsverband auf das alte Rittergut Pustekrey bei Ahlen. Anfang des Monats war bekannt geworden, dass dort die Fassade des Herrenhauses zum Teil eingefallen ist. Das nordrhein-westfälische Bauministerium hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Geld sei genug vorhanden, hieß es.

Stand: 20.03.2017, 10:45