Gütersloh: Familienstreit bei Tönnies beigelegt

Maximilian, Clemens und Robert Tönnies sprechen auf der Pressekonferenz.

Gütersloh: Familienstreit bei Tönnies beigelegt

Der Familienstreit beim Fleischunternehmen Tönnies ist beendet. Das teilte Deutschlands größter Fleischkonzern am Freitagmorgen (21.04.2017) mit.

Firmenchef Clemens Tönnies und sein Neffe Robert haben sich gemeinsam mit Clemens' Tönnies Sohn Maximilian auf eine Neuordnung der Tönnies-Gruppe und der Zur Mühlen Gruppe geeinigt. Mit der Neuordnung des Konzern seien alle gerichtlichen Auseinandersetzungen beigelegt worden, hieß es am Freitagmorgen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die Einigung sieht vor, dass unter dem Dach einer künftigen Tönnies Holding alle bisherigen Aktivitäten der beiden Unternehmensgruppen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Clemens und Robert Tönnies sind an der Holding gleichberechtigt beteiligt. Clemens Tönnies wird zudem seinen Sohn Maximilian beteiligen, um den Generationswechsel einzuleiten. Die Holding werde als Familienholding von Clemens und Robert Tönnies gemeinsam mit einem Beirat geleitet.

Streit dauerte mehr als fünf Jahre

An der Unternehmensspitze soll künftig die aus vier Mitgliedern bestehende Geschäftsführung der Tönnies Holding stehen, die zu gleichen Teilen von den Gesellschaftern der beiden Familienstämme bestellt werden. Die Einigung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Robert, Clemens und Maximilian Tönnies (v.l.n.r.).

Robert, Clemens und Maximilian Tönnies (v.l.n.r.) haben sich geeinigt.

Clemens und Robert Tönnies hatten sich seit mehr als fünf Jahren in verschiedenen Gerichtsverfahren gestritten. Im Kern ging es dabei um die Vorherrschaft in dem Unternehmen, das 2016 weltweit mit 12.500 Mitarbeitern 6,35 Milliarden Euro Umsatz gemacht hat.

Stand: 21.04.2017, 09:31