Siegen-Wittgenstein will Arzt in Leitstelle

Drei Rettungswagen in einer Halle

Siegen-Wittgenstein will Arzt in Leitstelle

  • Arzt soll in Leitstelle Siegen-Wittgenstein sitzen
  • Er soll medizinische Einschätzungen geben
  • Oft Notfälle, die keine sind
  • Bewerbung um Innovationsmittel

Ein Arzt in der Rettungs-Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein könnte bei Notrufen erste medizinische Einschätzungen geben.

Für dieses Projekt will sich der Kreis beim Gesundheitsministerium um Innovationsmittel bewerben. Das hat der Gesundheitsausschuss am Mittwochabend (14.09.2017) beschlossen.

Viele Notfälle, die keine sind

Hintergrund ist, dass der Rettungsdienst immer öfter zu Notfällen gerufen wird, die gar keine sind. Dadurch ist allein in Siegen die Zahl der Alarmierungen in den vergangenen fünf Jahren um fast 30 Prozent gestiegen. Manche Patienten rufen beim Rettungsdienst an, weil sie zum Beispiel seit zwei Wochen Rückenschmerzen haben oder Probleme mit dem Fuß.

Ein Arzt könnte in der Leitstelle die anrufenden Patienten gegebenenfalls beruhigen, beraten und einschätzen, ob sie tatsächlich einen Rettungswagen brauchen oder besser beim ärztlichen Notfalldienst aufgehoben sind oder einfach selbst zum Hausarzt gehen können.

Fachleute: Der richtige Weg

Im Gesundheitsausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein waren am Mittwochabend auch Vertreter aus den Siegener Krankenhäusern und von der Leitstelle selbst. Alle waren sich einig: Das ist genau der richtige Weg.

Stand: 14.09.2017, 08:50