Anklage nach tödlichem Zwischenfall in Ibbenbüren

Rettungswagen in Ibbenbüren (Screenshot)

Anklage nach tödlichem Zwischenfall in Ibbenbüren

  • Anklage wegen fahrlässiger Tötung
  • Angriff auf Mann aus Recke
  • Opfer nicht gesehen

Die Staatsanwaltschaft hat am Montag (17.07.2017) Anklage erhoben wegen des Todes eines 73-Jährigen an einer Tankstelle in Ibbenbüren. Er war im März beim Versuch, einen Streit zu schlichten, von einem Auto überrollt worden.

Angriff an Tankstelle

Der Ibbenbürener war dazwischen gegangen, als ein 25-jähriger aus Recke sich an der Tankstelle gegen zwei 24 und 25 Jahre alte Brüder verteidigte. Laut Anklage wurde der Mann aus Recke geschlagen, getreten und gewürgt und auch noch verfolgt, als er sich in seinen Wagen geflüchtet hatte. Mit geöffneter Fahrertür fuhr er zuerst rückwärts und riss dabei die Angreifer und den 73-Jährigen um. Den überrollte er dann, als er vorwärts fuhr um zu flüchten.

Anklage gegen Brüder

Trotzdem wurde das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt, weil er das Opfer vom Fahrersitz aus nicht sehen konnte. Das hat das Gutachten eines Unfallsachverständigen ergeben. Anklage erhoben wurde aber gegen die beiden Brüder. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung vor. Strafrechtlich sei ihnen der tödliche Ausgang des Geschehens zuzurechnen.

Stand: 17.07.2017, 20:00