Unfallflucht in NRW: Zahlen steigen

Unfallflucht in NRW: Zahlen steigen

  • Fahrerfluchtzahlen in NRW steigen.
  • 2016 wurden 132.000 Fälle registriert.
  • Über 5.500 Menschen verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen der Verursacher vom Unfallort flüchtet, steigt in NRW seit Jahren. Laut Polizeistatistik gab es im Jahr 2016 insgesamt 132.423 Fälle. Im Vorjahr waren es 127.605 Fälle. Laut Angaben des Innenministeriums sind das knapp 25.000 mehr Fälle als im Jahr 2006.

13 tödliche Fahrerflucht-Unfälle im vergangenen Jahr

2016 wurden bei 5.575 der Unfälle Personen verletzt - ein Wert, der seit Jahren auf ungefähr demselben Niveau liegt. 2012 waren es 5.500 verletzte Personen, zwei Jahre später 5.528. Die Anzahl der Fahrerfluchtunfälle mit Schwerverletzen lag 2016 bei 507 und ist somit leicht rückläufig. 2015 waren es laut Polizei 530 Unfälle gewesen. 13 der Unfälle endeten tödlich.

Knapp jede zweite Fahrerflucht wird aufgeklärt

Die Aufklärungsquote bei Unfällen mit Fahrerflucht liegt laut Polizei insgesamt bei 45,2 Prozent. Besser sieht es bei den Unfällen mit Schwerverletzten aus. Hier konnten die Ermittler 58,2 Prozent der Fälle aufklären. Von den 13 Unfällen mit tödlichem Ausgang wurden 9 aufgeklärt.

28 Prozent der Verurteilten über 60 Jahre alt

2015 wurden in NRW 7.673 Personen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort vor Gericht gestellt und verurteilt. 78,2 Prozent der verurteilten Täter waren Männer. Die meisten Verurteilungen gab es bei älteren Menschen: 2.149 und somit 28 Prozent der Verurteilten waren über 60 Jahre alt. Bei den meisten anderen Straftaten liegt der Anteil dieser Altersgruppe deutlich niedriger.

Stand: 17.07.2017, 11:26