Streit um Neubau einer Flüchtlingsunterkunft in Unna

Syrische Flüchtlinge kommen in Deutschland an

Streit um Neubau einer Flüchtlingsunterkunft in Unna

  • Neue Unterkunft für 60 Flüchtlinge geplant
  • Kosten liegen bei zweieinhalb Millionen Euro
  • Einige Politiker finden das zu teuer

Der geplante Neubau einer Flüchtlingsunterkunft in Unna sorgt für Streit. Es geht um die Kosten. Im Stadtentwicklungsausschuss nahm die Stadt am Mittwoch (13.09.2017) Stellung.

Zwei Alternativen

Fast zweieinhalb Millionen Euro soll die neue Unterkunft mit rund 60 Plätzen kosten. Einige Politiker finden das zu teuer. Sozialwohnungen wären deutlich günstiger. Eine andere Möglichkeit sei die Sanierung des bisherigen Übergangsheims. Das will die Stadt aber abreissen lassen.

Die Stadt erklärte am Mittwoch (13.09.2017), das alte Gebäude sei stark sanierungsbedürftig und biete nur Platz für 30 Menschen. Im geplanten Übergangsheim dagegen könnten doppelt so viele untergebracht werden. Das sei auch notwendig, weil Unna im kommenden Jahr mehr Flüchtlinge zugewiesen bekomme.

Auf die Erstaufnahmeeinrichtung in Unna Massen auszuweichen, hält die Stadt nicht für möglich. Das Land brauche die Leerstände als Reserve.

Bis Ende November muss der Rat eine Entscheidung treffen, um Fördermittel für den Neubau bekommen zu können.

Stand: 13.09.2017, 09:10