Stiftung Mercator legt Jahresbericht vor

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Stiftung Mercator legt Jahresbericht vor

  • 63 Millionen Euro für 134 Projekte
  • Steigerung zum Vorjahr
  • Schwerpunkte: Flucht und Einwanderung, Europa und der Klimawandel
  • Neues Projekt: alte Emscherkanäle

Mit rund 63 Millionen Euro hat die Stiftung Mercator im vergangenen Jahr 134 Projekte unterstützt. Schwerpunkte waren dabei unter anderem die Themenbereiche Flucht und Einwanderung, Europa, Klimawandel sowie Integration, wie die Stiftung am Donnerstag (10.08.2017) in Essen mitteilte.

Im Jahr 2015 hatte die Stiftung etwa 60 Millionen Euro für 131 Projekte bewilligt, insgesamt hat sie seit Beginn ihrer Tätigkeit damit etwa 527 Millionen Euro für rund 1.300 Projekte bereitgestellt.

Zusammenarbeit mit türkischen Wissenschaftlern

Von der Stiftung gefördert wurde unter anderem das Projekt "Zusammen", das zugewanderte Kinder und Jugendliche an Schulen unterstützt, oder die Philipp-Schwartz-Initiative, die geflüchteten Wissenschaftlern eine Perspektive bietet.

Einige Projekte wurden in Zusammenarbeit mit türkischen Wissenschaftlern realisiert. Die seien in der jetzigen Zeit besonders wichtig, so Geschäftsführer Wolfgang Rohe: "Es leben 4 Millionen türkischstämmige Menschen in Deutschland. Allein das ist schon ein Grund, mit der Türkei ein enges Verhältnis soweit es geht aufrecht zu halten. Und die Kanäle, die wir haben, wollen wir gern ausbauen und fortführen - und das in Gang halten, was politisch, wie alle wissen, im Augenblick vielfach schwierig ist."

Neues Projekt: Verkehrskonzepte für alte Emscherkanäle

Besonders hob Rohe außerdem den Start eines Projekts hervor, das sich um die neue Nutzung der alten Emscher-Abwasserkanäle kümmern soll: "Mit der Renaturierung der Emscher steht ein großes Wegenetz, hunderte Kilometer, plötzlich zur Verfügung. Und jetzt können Sie natürlich sagen: Ist ja prima, da können wir dann demnächst alle Fahrrad fahren. Man kann sich aber natürlich auch überlegen: Was machen wir auf einer so langen Strecke, wenn wir plötzlich Möglichkeiten haben, von einem Ort zum anderen zu kommen, die wir vorher nicht hatten?" Experten wollen schon bald mit den Städten im Ruhrgebiet darüber sprechen, wie die alten Emscherkanäle für innovative Verkehrskonzepte genutzt werden könnten.

Stiftung ist dem Ruhrgebiet sehr verbunden

Die Essener Stiftung Mercator wurde 1996 gegründet. Sie ist eine private Stiftung, die Wissenschaft, Bildung und Internationale Verständigung fördert. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie Schmidt und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich nach eigenen Angaben besonders verpflichtet. Die Stiftung ist nach dem Duisburger Kartographen und Kosmographen Gerhard Mercator benannt.

Stand: 11.08.2017, 08:42