Essener Kita trotz Schadstoffen geöffnet

Schule an der Ruhr in Essen

Essener Kita trotz Schadstoffen geöffnet

  • Schadstoffe, aber Essener Kita bleibt geöffnet
  • Erhöhte Schadstoffwerte in benachbarter Grundschule
  • Stoff gilt laut Experten als krebserregend

Wegen krebserregender Schadstoffe musste eine Grundschule in Essen-Kettwig am 1.2.2017 vorübergehend geschlossen werden. Die rund 150 Schüler werden in einem anderen Gebäude unterrichtet. Auch in der Kita nebenan ist das krebserregende Tetrachlorethen nachgewiesen worden.

Kita-Kinder nicht gefährdet

Zwar wurde der Stoff auch in der Kita nachgewiesen, allerdings nur in sehr geringen Mengen. Die Messwerte seien unbedenklich, so die Stadt. Der Betrieb könne aufrecht erhalten werden.

Tunnelsystem unter der Schule

In der angrenzenden Grundschule waren die erlaubten Grenzwerte für Tetrachlorethen dagegen teilweise um mehr als das Achtfache überschritten worden. Die Stadt vermutet, dass die hohen Messwerte in einigen Räumen der Schule mit einem unterirdischen Tunnelsystem zusammenhängen könnten. Die Kita ist daran nicht angeschlossen.

Schon seit einiger Zeit laufen Messungen an der Schule. Jetzt ist klar, dass der Grenzwert von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten wurde. Rund 150 Schüler und deren Lehrer mussten in andere Schulen umziehen.

Ursachenforschung im Umfeld der Schule

Unterdessen versuchen die von der Stadt Essen beauftragten Experten den Ursprung des Schadstoffs zu ermitteln. Sie untersuchen sowohl das Grundwasser als auch die Bodenluft mit Probebohrungen. Die Auswertung aller Ergebnisse könnte laut Stadt aber bis zu vier Wochen dauern.

Stand: 08.02.2017, 09:47