Gelsenkirchen: Zoll behält knapp 400.000 Euro

der Eingang des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Zoll behält knapp 400.000 Euro

  • Drei Männer aus Polen klagen erfolglos vor Verwaltungsgericht
  • Zoll hatte bei Kontrolle 400.000 Euro beschlagnahmt
  • Gericht gibt Beamten Recht

Die Bundesrepublik Deutschland darf knapp 400.000 Euro behalten, die der Zoll bei drei Verdächtigen beschlagnahmt hatte. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Donnerstag (20.07.2017) entschieden. Die Männer aus Polen hatten das Geld vor vier Jahren in bar dabei, als sie auf der Autobahn kontrolliert wurden.

Drogengeschäfte vermutet

Aufgefallen war das verdächtige Trio bei der Kontrolle auf der Autobahn 2 bei Hamm. In ihren Westen trugen die Männer paketeweise Euroscheine am Körper. Die seien für den Kauf von Baumaschinen bestimmt, sagten sie. Die Zollbeamten glaubten ihnen kein Wort, vermuteten Drogengeschäfte und beschlagnahmten das Geld.

Beweise hatte der Zoll allerdings nicht, vor dem Amtsgericht Hamm wurden die Männer freigesprochen. Dennoch behielt der Zoll die gesamte Summe, zur Gefahrenabwehr so die Argumentation. Zu Recht, wie das Verwaltungsgericht jetzt urteilt: Da die Männer die legale Herkunft des Geldes nicht zweifelsfrei belegen konnten, wiesen die Richter die Klage ab.

Stand: 21.07.2017, 07:08