Sexueller Missbrauch: Angeklagter gesteht

Sexueller Missbrauch: Angeklagter gesteht

  • Angeklagter kommt aus Dortmund
  • Er ist gelernter Sozialpädagoge
  • Es geht um mehr als 50 Fälle

Das Brisante an dem Fall: Der angeklagte Dortmunder ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter. Schon vor acht Jahren war der 39-Jährige wegen Kindesmissbrauchs zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Trotzdem schaffte er es danach immer wieder, Kontakt zu Kindern aufzubauen.

Der Angeklagte arbeitet mit verhaltensauffälligen Kindern

Als so genannter „Coach“ arbeitete er in Fördereinrichtungen und bei sich zu Hause mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. In über 50 Fällen soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. In dem Prozess soll es auch darum gehen, ob die Arbeitgeber des Dortmunders von seinen Vorstrafen wussten.

Eltern der Opfer sind schockiert

Laut Anklage benutzte der Angeklagte ein Rollenspiel, in dem sich seine Opfer ausziehen mussten, als Vorbereitung für den späteren Missbrauch. Jessica Jebing, Anwältin der Nebenklage: "Es ist schwer, das zu verstehen und zu verarbeiten. Insbesondere auch für die Eltern, die ja grundsätzlich davon ausgingen, ihre Kinder in guter Obhut zu wissen. Was aber im Endeffekt leider nicht der Fall war."

Stand: 08.12.2016, 15:30