100% Ruhrgebiet: das Programm zur ExtraSchicht

Das ehemalige Stahlwerk in Duisburg-Meiderich, festlich erleuchtet.

100% Ruhrgebiet: das Programm zur ExtraSchicht

Am 25. Juni 2016 geht das größte Kulturfest der Region in die 16. Runde und die Metropole Ruhr feiert sich wieder selbst: 2000 Künstler treten bei der Nacht der Industriekultur an 48 Spielorten in 20 Städten auf. Damit nicht genug: In diesem Jahr sind einige neue Spielorte dabei wie beispielsweise das Stahlwerk von thyssenkrupp steel, das Bergwerk-Ost in Hamm und das Fußballmuseum in Dortmund.

Auch zum ersten Mal mit dabei ist die Zentralwerkstatt des Kreativ.Quartiers Lohberg in Dinslaken. Hier erwartet die Besucher ein Programm, das sich um die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser dreht. Einfach nur Zugucken gibt es an vielen Spielorten nicht: In Dinslaken können die Besucher beispielweise zusammen mit Künstlern der Gruppe "Urban Arts" ein großes Graffito der vier Elemente sprayen. Außerdem zeigt der Dresdener Circus André Sarrasani & Friends Ausschnitte aus seinem Programm.

Auch an den 47 weiteren Spielorten erwartet die Besucher ein breit gefächertes Programm von Rockabilly über Klassik bis zum "Rudelsingen", kulinarisch von Schnittchen über Burger bis zu Insekten. Feuerwerke und mitternächtliche Perfomances finden selbstverständlich vor den Kulissen von Stahlwerken, Zechen und Hochöfen statt.

Bisher nur stillgelegte Industriegelände

Besucher der Extraschicht 2015

Auch zum ersten Mal und exklusiv dürfen die "ExtraSchichtler" einen Blick hinter die Kulissen eines noch im Betrieb befindlichen Stahlwerks werfen: Das Duisburger thyssenkrupp steel-Werk öffnet seine Tore. Eine geführte Tour zeigt das ganze Werksgelände von den Hochöfen bis zu den Stahl- und Walzwerken. Und auch das Pumpwerk kann vom Keller bis zum Dach inspiziert werden. Wer durstig auf dem Pumpwerksdach ankommt, darf sich auch einen Cocktail genehmigen.

Deutsches Fußballmuseum in Dortmund zum ersten Mal dabei

Miniatur des Olympiastadions in Rom.

Da im Ruhrgebiet nicht nur malocht wird, sondern auch die Freizeit nicht zu kurz kommt, beteiligen sich unter anderem auch die Folkwang-Universität der Künste, das Klavier-Festival Ruhr, Mord am Hellweg und die Neue Philharmonie Westfalen an der langen Nacht der Industriekultur. Neu mit dabei ist auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Seit Oktober 2015 zeigt es unter dem Motto "Wir sind Fußball" die vielfältigen sportlichen, sozialen und politischen Dimensionen des Fußballs. Und wer die "ExtraSchicht" wegen der Fußball-EM nicht besuchen möchte, muss sich keine Sorgen machen. Um 18 Uhr und um 21 Uhr gibt es jeweils ein "Private Viewing" der EM-Achtelfinals.

Rollende Spielorte

Um von Spielort zu Spielort zu gelangen, werden auch in diesem Jahr wieder 150 Shuttlebusse eingesetzt. So kann sich jeder Teilnehmer seine Reiseroute selbst zusammenstellen. Wer schon auf der Fahrt in Stimmung kommen will, steigt in einen der drei rollenden Spielorte ein. Zur Auswahl stehen der KlassikExpress, der ComedyExpress und der KultExpress.

Stand: 10.05.2016, 15:41