Pop-up-Bücher in Recklinghausen: Hauptsache, es klappt!

Klappkarte mit dem aufgeklappten Text "Hauptsache, es klappt!"

Pop-up-Bücher in Recklinghausen: Hauptsache, es klappt!

  • Pop-up-Sammlung umfasst mehr als 2000 Exemplare
  • Erste bewegliche Bücher gab es schon im 19. Jahrhundert
  • Papier-Technik, Text und Illustration müssen im Einklang sein

Seine Leidenschaft für die Beweglichen Bücher ist bereits vor 35 Jahren geweckt worden. Und noch immer beschäftigt sich der pensionierte Deutsch- und Kunst-Lehrer täglich mit Pop-up-Büchern. Er stöbert in seiner Sammlung, plant Treffen mit anderen Liebhabern in den Niederlanden oder repariert einen defekten Papiermechanismus. Teile seiner Sammlung sind schon fünf Mal ausgestellt worden, unter anderem im Schiffshebewerk in Waltrop, in der Ruhr-Universität Bochum und im Krefelder Zoo.

Erste echte Pop-up-Bücher um 1930

"Das ist kindisch, natürlich. Das ist auch ein bisschen verrückt, aber normale Menschen gibt es genug", sagt der 71-Jährige Recklinghäuser. Ulrich Tietz versucht, alles über die Geschichte und die Macher der Bücher - die sogenannten Papier-Ingenieure - zu erfahren. Manche von ihnen kennt er persönlich. Die ersten beweglichen Teile in Büchern hat es schon im 13. Jahrhundert gegeben. Mönche hatten damals Drehscheiben auf Buchseiten befestigt, um astronomische, medizinische oder geographische Zusammenhänge zu veranschaulichen.

Sein Motto: Hauptsache es klappt

Mann vor Regal mit aufgeklapptem Buch, aus dem gefaltete Papierbäume wachsen

"Ein gutes pop-up-Buch ist nach Meinung der meisten Sammler ein Buch, wo die drei Bereiche im Einklang sind: Papier-Technik, Text und Illustration", sagt Ulrich Tietz, der seine Sammelleidenschaft als Unterhaltung sieht. Natürlich versuche er manchmal ein seltenes Expemplar zu bekommen, aber verbissen sei er dabei keineswegs. Die dreidimensionale Papierwelt beeindrucke ihn einfach als Kunstform.

Stand: 31.01.2017, 14:01