Sexualdelikte in Bochum: "Erdrückende Beweislast"

U-Bahnstation der Ruhr-Universität

Sexualdelikte in Bochum: "Erdrückende Beweislast"

  • Tatverdächtiger plante wohl weitere Vergewaltigung
  • Polizei spricht von "erdrückenden Beweisen"
  • Mann bestreitet die Vorwürfe weiter

Die Bochumer Polizei hat nach eigenen Angaben "erdrückende Beweise" gegen den festgenommenen 31-Jährigen, der in Universitätsnähe zwei Sexualdelikte begangen haben soll. "DNA-Spuren sind das Non-Plus-Ultra in der Beweislage", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (07.12.2016).

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Asylbewerber aus dem Irak. Er lebte mit seiner Frau und zwei Kindern in einer Flüchtlingsunterkunft in der Nähe der Tatorte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord, Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung vor. Bachmann zufolge bestreitet der Mann die Vorwürfe. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Der mutmaßliche Täter soll für die beiden Sexualdelikte auf junge Frauen in der Nähe der Ruhr-Universität verantwortlich sein. Eine Mordkommission hatte zuvor mit einem Phantombild nach dem mutmaßlichen Täter gefahndet. Ein DNA-Test hatte zuvor ergeben, dass beide Taten vom gleichen Täter begangen worden waren.

Lebensgefährte eines Opfers entdeckt mutmaßlichen Täter

Der Lebensgefährte eines Opfers soll den mutmaßlichen Täter zufällig in der Nähe des Orts bemerkt haben, an dem sich die zweite Tat im November ereignete. Weil der Mann zum Phantombild passte, hatte der Lebensgefährte ihn mit dem Handy fotografiert und das Foto der Polizei gezeigt. "Alles deutet darauf hin, dass er dort eine weitere Tat vorbereitete", sagte der Polizeisprecher am Mittwoch. Weitere Opfer hätten sich bislang nicht gemeldet.

Tatverdächtiger gefasst: Erleichterung an der Uni Bochum

WDR 2 | 07.12.2016 | 02:23 Min.

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Sind Flüchtlinge ein Sicherheitsrisiko?

WDR 4 Zur Sache | 07.12.2016 | 01:44 Min.

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Stand: 07.12.2016, 18:15